Erfahrungs Bericht über Beidseitiges Entropium

Wie der Titel schon sagt...

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Erfahrungs Bericht über Beidseitiges Entropium

Beitragvon maria.h » Di Aug 04, 2015 7:57 am

Beidseitiges Entropium


Samstagmorgen, wir starten in den Urlaub. Theo kneift sein rechtes Auge zu. Das passt ja mal wieder! Was nun? Ist ihm vielleicht etwas reingekommen? Kontrolle, kein Fremdkörper feststellbar. Wir starten. Bei jeder Rast wird das Auge kontrolliert und wir stellen keine Veränderung fest. Am Ziel angekommen sind wir doch sehr besorgt. Nach einem Telefonat mit unserem Tierarzt in Deutschland, haben wir eine antibiotische Salbe besorgt. Es stellte sich auch eine Besserung ein, die aber nicht lange anhielt. Am Ende des Urlaubs, war es wieder schlimmer.

Kaum Zuhause ging es ab zum Tierarzt. Theos Augen wurden untersucht. Es wurde eine Verletzung auf der Hornhaut diagnostiziert. Er bekam zwei verschiedene Tropfen und für das gesunde Auge Pflegetropfen. Nach ein paar Tagen petzte er jetzt auch noch das linke Auge zu. Wieder zum Tierarzt, der stellte fest dass er auf die Pflegtropfen allergisch reagierte und am linken Auge nun ein Ödem hatte. Nun mussten wir beide Augen tropfen und unser Hund kniff nun beide Augen fest zu.

Wir wollten nun zu einem Augenspezialisten! Von mehreren Seiten wurde uns eine Augenklinik in Wiesbaden empfohlen. Ich rief sofort an und wir bekamen auch direkt für den nächsten Tag einen Termin. Die Diagnose: beidseitiges Entropium und die ganze Zeit falsch behandelt.

Wir bekamen zum Glück direkt einen OP Termin für die darauffolgende Woche und andere Tropfen. Am 21.07.2015 um 10:30 Uhr ging es los. Die Narkoseärztin setzte die Braunüle sehr liebevoll und Theo ließ sich in unsere Arme fallen. Trotz Bedenken der Ärztin, saß diese nach dem ersten Versuch und Theo hat bereits um 10:40 „geschlafen“.
Schweren Herzens und mit viel Pipi in den Augen, gingen wir raus. Wir hatten trotz allem ein gutes Gefühl, da die Ärztinnen und Helferinnen sehr lieb und fürsorglich waren. Wir wussten unseren Theo in guten Händen. Nach fast zwei unendlichen Stunden später, duften wir ins Aufwachzimmer.

Theo schlief noch und wir legten uns zu Theo auf den Boden. Lotte durfte natürlich auch nicht fehlen. In unserer Mitte, durch die Stimmen und das Nachlassen der Narkose wurde er wach. Nach einer weiteren Stunde konnte er aufstehen und wir liefen an der Straße ein paar Schritte.
Theo bekam dann einen Trichter auf und dass fand er gar nicht lustig. Er wollte dieses Teil sofort vom Kopf reißen.

Endlich Zuhause angekommen, eckte Theo überall mit dem Trichter an und wollte das Teil nicht akzeptieren. Fressen, trinken und Abendgassi funktionierte sehr gut. Die Tropfen ließ er sich ohne Probleme rein machen. Er ist wirklich ein Vorzeige-Patient! Nach der ersten unruhigen Nacht mit dem Trichter als Schutz, dachte ich nur das werden 3 harte Wochen!

Theo freundete sich jeden Tag mehr und mehr mit dem Trichter an. Rennen und spielen für ihn kein Problem mehr. Gestern eine Woche nach der OP waren wir wieder in Wiesbaden zur Kontrolle. Theo hat alle freudig begrüßt und lies sich brav untersuchen. Wir waren alle sehr zufrieden, die Verletzung an seiner Hornhaut ist kleiner geworden und die vier Augenlider verheilen sehr schön.

Wir haben daraus gelernt: Bei speziellen Sachen, immer zum Facharzt!
Viele Grüße aus der Pfalz,
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Re: Erfahrungs Bericht über Beidseitiges Entropium

Beitragvon martinav » So Aug 09, 2015 4:44 pm

Danke für den Bericht Maria. Ja, es war wirklich gut, dass ihr in die Klinik nach Wiebaden gefahren seid.

Die Erfahrung haben wir ja auch schon gemacht ... mit 08/15 Krankheiten ist man beim "normalen" TA gut aufgehoben aber wenn etwas nicht heilen will oder nicht besser wird, würde ich auch immer wieder einen Spezialisten aufsuchen.
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