Riekes Krankheitsverlauf

Was habt ihr mit euren Lieblingen erlebt?

Moderator: Rudelangehörige

Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Madze » Mi Aug 04, 2010 4:05 pm

Hallo @all

Auch ich habe einen traurigen Grund, warum ich mich hier angemeldet habe.

Rieke ist auch der Grund, warum ich auf der Suche nach Informationen über das Lymphom, dieses Forum gefunden habe.

So begann Riekes Geschichte:

Vor ca. 1 Jahr hat sie beim Fressen von harten Gegenständen immer mal wieder aufgeschrieen, ich schaute ihr daraufhin mal ins Maul und sah auf der linken Seite eine Zahnfleischwucherung (Epuli). Die zeigte ich meiner THP und daraufhin bekam sie das hom. Mittel Thuja in 2 versch. Potenzen und Echinacea zur Immunstärkung. Nachdem es nicht besser wurde und auch auf der anderen Seite eine Zahnfleischentzündung entstand und zum ersten Mal die Lymphknoten am Hals zu spüren waren, ging ich zu einer TÄ und liess mal nachschaun. Die meinte, wie auch schon meine THP, daß das nicht unbedingt schlimm ist, solange die Zahnfleischwucherung nicht zu bluten anfängt. Der Zahnstein ist auch nicht so tramatisch, daß sie deshalb in Narkose gelegt werden müsste. Ich soll weiter beobachten. Es wurde aber nicht besser, sodaß ich mich im März dazu entschloss, die Zähne doch reinigen zu lassen, die Zahnfleischwucherung entfernen zu lassen und darauf hoffte, daß durch die Reinigung auch die Zahnfleischentzündung zurückgehen würde und dann auch die Lymphknotenschwellung wieder verschwinden würde.

Tja es passierte nix. Die Zahnfleischentzündung war noch da, ihr Zahnfleisch war allgemein etwas entzunden und auch eher wulstig. Die Lymphknoten wurden nicht kleiner, aber auch nicht größer. Und natürlich stand auch schon mal von meiner THP das Lymphom im Raum, aber Rieke ging es sehr gut, sie frass und sie rannte für ihr Alter noch sehr viel.

Und trotzdem ging ich im Mai dieses Jahres zu einer anderen TÄ und liess nochmal die Zähne röntgen, weil ich dachte, daß dort irgendwas im Argen ist, was man so nicht sehen konnte. Dem war aber nicht so und die TÄ meinte dann noch, man könnte die Lymphknoten mal punktieren, dann wüßte man evtl. mehr. Gesagt, getan. 1 Woche später das niederschmetternde Ergebnis.

Rieke hat ein Lymphom. Anfangs konnte ich es nicht glauben, weil es ihr doch super ging. Aber je mehr ich las umso mehr kam ich zu der Erkenntnis, daß es doch stimmen konnte. Es ging vielen Hunden die erste Zeit sehr gut.

Wir haben uns gegen eine Chemo entschieden, aber für eine Horvi-Enzym-Therapie und ich setzte noch 2 Heilpilze ein. Die Lymphknoten sind zwar zwischenzeitlich weiter angeschwollen und ich hab auch schon den ein oder anderen weiteren Lymphknoten gefunden, aber ihr geht’s immer noch sehr gut. Sie frisst und wenn es nicht gerade sehr heiß ist, dann springt sie draußen auch noch rum.

So das ist erstmal unsere Geschichte. Ob jetzt die Zahngeschichte auch schon mit dem Lymphom zu tun hat, oder die Lymphknoten erst später entartet sind, weiß ich leider nicht. Konnte mir bisher auch niemand von den TÄ oder THP sagen. Vielleicht hat von euch jemand Ahnung ob da ein Zusammenhang besteht.
Viele Grüße
Madlon


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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon martinav » Mi Aug 04, 2010 5:18 pm

Hallo Madlon,

Zahnfleisch ... Schleimhaut ... Ayla hatte einen Tumor in/an der Nase(nschleimhaut). Ein Lymphom kann alle lymphatischen Gewebe befallen ... auch die Mandeln und ich denke, Zahnfleisch zählt auch dazu, ich weiß es aber nicht 100 %-ig.

Schön, das es der Maus noch gut geht und ich drücke die Daumen, dass es noch ganz lange so bleibt.
Ayla bekam auch eine Horvi-Therapie, ich wünsche euch viel Erfolg!
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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Ariellée » Mi Aug 04, 2010 5:35 pm

Lieb Madlon,
Danke für deinen Ausführlichen Bericht.
Mit Horvi haben hier einige Erfahrung , ich drücke euch jedenfalls die Daumen für eine lange gute Zeit.
WINTER, NEIN DANKE ; ich warte auf den Sommer


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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Petri » Mi Aug 04, 2010 5:54 pm

Hallo Madlon,

ich könnte mir vorstellen, das das Zahnfleisch auch angegriffen wird aufgrund der Abwehrschwäche und Infektanfälligkeit.
Mit der Horvi-Therapie hab ich leider keine Erfahrung, aber es gibt einige hier, die viele positive Erfahrungen damit gemacht haben.
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...und auch drei sind keiner zuviel...
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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon 99cane99 » Mi Aug 04, 2010 5:54 pm

Hallo Madlon,

vielen Dank für Deinen Bericht. Schön, dass es der Maus noch so gut geht. Ich drücke Euch feste die Daumen,
dass die Horvi-Therapie gut anschlägt.
Hier im Forum haben schon einige auch mit Horvi gute Erfahrungen gemacht.
Meine Daumen sind gedrückt.
Liebe Grüße

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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Dani » Mi Aug 04, 2010 8:01 pm

Und noch einer... Es tut mir leid, dass auch Dein Hund erkrankt ist! Welche Rasse ist Rieke denn?

Ich drücke Euch für die Therapie ganz fest die Daumen!
Lieben Gruß
Dani mit Balou ganz tief im Herzen
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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Madze » Mi Aug 04, 2010 8:39 pm

Danke allen für eure lieben Worte. Die kann man momentan sehr gut gebrauchen.

@Dani

Rieke ist eine Deutsche Pinscherin.
Viele Grüße
Madlon


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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Michaela H. » Mi Aug 04, 2010 8:49 pm

Hallo Madlon,
tut mir leid, dass Deine Rieke auch an einem Lymphom erkrankt ist. :heart:
Madze hat geschrieben:Die zeigte ich meiner THP und daraufhin bekam sie das hom. Mittel Thuja in 2 versch. Potenzen und Echinacea zur Immunstärkung.

Weist Du noch in welchen Potenzen und über welchen Zeitraum Du Thuja gegeben hast? Bekommt Rieke aktuell noch irgendwelche homöopathischen Mittel?

Liebe Grüsse,
Michaela
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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Madze » Mi Aug 04, 2010 9:04 pm

Michaela, leider weiß ich es nicht mehr, aber ich kann am Dienstag nochmal nachfragen.
Viele Grüße
Madlon


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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon JKA » Do Aug 05, 2010 8:53 pm

habe es gerade gelesen, tut mir sehr leid, dass auch Dein Hund erkrankt ist. Ich wünsche Euch noch eine möglichst lange beschwerdefreie Zeit.
Ich habe mit SINUS eine Chemo gemacht. Zahnfleischentzündung hatte er nicht. Die ersten Symptome waren Pigmentstörungen am Zahnfleisch, an den Lefzen und an den Fußballen, die sich dann auch ein wenig entzündeten. Allerdings wurde uns erst später nach der Diagnose klar, dass das frühe Krankheitssymptome waren, zu der Zeit waren wir und TA ratlos wovon die Pigmentstörungen kommen könnten.

Alles Gute.
Titus und JKA (und unvergessen - SINUS)
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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon maria.h » Fr Aug 06, 2010 5:17 am

Es tut immer weh zu lesen , dass es einer Fellnase nicht gut geht. Zur Zeit habe ich ja auch zwei Patienten und man ist richtig machtlos.

Ich hoffe es geht Deiner Fellnase ganz lange Zeit gut!!!
Viele Grüße aus der Pfalz,
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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Flocke » Fr Aug 06, 2010 12:17 pm

Liebe Madlon,

auch mir tut es sehr leid, deinen Bericht zu lesen. Wieder ein Hund der so schwer erkrankt ist. Dieser scheiß Krebs.. :cry:

Ich drück euch fest die Daumen für die Horvie-Therapie!!!

LG Tanja
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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Dagmar » Fr Aug 06, 2010 3:49 pm

Ja bei dieser Krankheit merkt man es den Hunden am Anfang bzw. lange Zeit nicht an, was sie haben. Ging mir auch mit meiner Farina so. Drücke euch auf jedenfall die Daumen, das ihr mit Horvi noch eine lange Zeit habt. :daumen:
Lieben Gruß & Wuff
Dagmar, Faramir & Eomer
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Du Mensch fragst mich, warum ich an einen Hund mich binde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde!
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Verhaltensänderung

Beitragvon Madze » Di Aug 17, 2010 8:03 am

Hallo,

ich muß euch jetzt noch was zu Rieke erzählen. Es ging so ca. vor 1 1/4 Jahren an. Rieke mochte plötzlich nicht mehr jedes Leckerlie aus der Hand nehmen. Manchmal ging sie ganz vorsichtig an die Hand, manchmal schrie sie sogar kurz auf, wenn man ihr das Leckerlie hinhielt, ein andermal fiepte sie nur, während sie das Leckerlie nahm. Andernteils hat sie sich's auch oftmals ganz gierig oder normal geholt. Wenn sie gierig war, konnte es schon mal sein, daß sie sich die Nase am Finger angestubst hatte, deswegen gaben wir ihr fortan das Leckerlie aus der flachen Hand. Aber auch da war die gleiche Reaktion.

Naja, wir taten das als Altersmacke ab und machten uns keine Gedanken, zumal Rieke sowieso gerne mal aufschrie, wenn z.B. ein Schlüssel vor ihr auf den Boden fällt, ein Hund zu stürmisch an sie rankam u. auch in vielen anderen Situationen. Zu der Zeit war eine ihrer Lieblingsbeschäftigung Leckerlie aus der Luft zu fangen, das machten wir dann auch sehr oft mit ihr. Sie fing von 10 Leckerlie 9 Stück. Irgendwann fiel ihr mal ein Leckerlie auf die Nase und 3 x dürft ihr raten, nun mag sie auch dieses Spiel nicht mehr. Wenn ich nur andeute ein Leckerlie in ihre Richtung zu schmeissen, fängt sie schon an zu schreien (es ist wirklich ein schreien, nicht nur fiepen) Auch wenn ich Leckerlie in den Garten werfe, muß ich aufpassen, wo ich hinwerfe. Oft reicht schon 1-2 m neben ihr um sie wieder losschreien zu lassen. Ich hab auch dieses auf ihr Alter geschoben und gedacht es ist eine Macke.

Nun seit ein paar Tagen lässt sie sich ihr Geschirr (ich nehme kein Halsband wegen ihrer geschwollenen Lymphknoten) nicht mehr ohne Geschrei oder Gefiepe anziehen. Ich hab ein Camiro mit 2 Klickverschlüssen. Sie lässt sich das Geschirr über den Kopf ziehen und einen Verschluss zumachen. Beim 2. Verschluss geht dann das gefiepe los und sie versucht abzuhauen, was ihr dann auch gelingt. Man lässt ja erstmal los, weil man denkt es tut ihr was weh. Dann rennt sie mit halb angezogenen Geschirr durch die Wohnung und versucht es abzuschütteln. Ich fang sie dann ein und versuche das Geschirr richtig anzuziehen, dann geht das Geschrei auch schon los und es dauert manchmal ewig, bis ich es anziehen kann. Ich muß dazu sagen, daß sie sich das Geschirr sowieso immer eher schlecht anziehen hat lassen, aber mit Leckerlie war das bisher kein Problem.

Ich glaube, besser gesagt ich bin eigentlich überzeugt, daß sie in der Situation keine Schmerzen hat, denn wie gesagt, sie rennt ja in der Wohnung herum, schüttelt sich ganz normal und wenn sie das Geschirr dann an hat, ist alles wieder gut.

Nun hab ich aber angesichts ihrer Krankheit auch überlegt, ob vielleicht in ihrem Gehirn etwas wächst (Metastasen) das zu solch einer Verhaltensänderung führen kann.

Hat von euch jemand Erfahrung, ob so was sein kann?

Achja nochmal vielen Dank für eure Anteilnahme.
Viele Grüße
Madlon


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Re: Riekes Krankheitsverlauf

Beitragvon Flocke » Di Aug 17, 2010 9:11 am

Hallo Madlon,

habt ihr Rieke denn mal richtig "durchchecken" lassen??? Bei uns wurde vor Beginn der Chemo-Therapie erstmal der komplette Hund "auf den Kopf gestellt", um zu sehen, ob der Krebs schon gestreut hat, welche Organe befallen sind usw.

Wenn mein Hund anscheinend so leidet und sichtlich Schmerzen hat, würde ich das unbedingt machen....

Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und hoffe sehr, dass es Rieke bald besser geht!!!

LG Tanja
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