unsere Krankengeschichte

Was habt ihr mit euren Lieblingen erlebt?

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Beitragvon Claudia » Fr Jun 12, 2009 1:29 am

Hallo,

hier möchte ich Euch Fio´s Krankengeschichte schildern in der Hoffnung, dass Ihr mir den einen oder anderen Rat geben könnt.
Es ist ein kleiner Roman, den ich schreibe, ich hoffe der eine oder andere liest bis zum Schluß weiter - schon mal "Danke" für die Ausdauer!

Begonnen hat alles nach der Geburt von Fios drittem Wurf Welpen im Dezember 2008. Beim Abtasten des Gesäuges habe ich an zwei Gesäugekomplexen Knoten festgestellt.
Der TA meinte, sobald die Welpen abgesgeben wurden und sich das Gesäuge zurückgebildet hat sollen die entfernt werden. Ich habe mir keine allzu großen Sorgen gemacht, schließlich hatte ich vor genau 2 Jahren schon einmal drei Knoten aus dem Gesäuge entfernen lassen, die alle gutartig waren (2 Lipome und eine verkapselte Zyste oder so ähnlich)

Zudem hat Fio schon seit geraumer Zeit einen walnussgroßen Knoten am Hals, meine TÄ meint, das sei eine Fettgeschwulst, die bei der OP mit entfernt werden soll.
Weiter hat sie seit ca. 2 Wochen eine Gewebewucherung im Maul, laut meiner TÄ eine Epulide, sollte auch raus.

Nun wurde Fio Ende Mai operiert. leider passte die Narkose so gar nicht und es konnte nur einer der beiden Tumore entfernt werden. Dieser wurde zur Untersuchung eingeschickt. Das Ergebnis von Laboklin lautet "Mammamischtumor mit Anteilen von Adenokarzinom und Fibrosarkom".
Ich war natürlich total geschockt, hatte ich doch damit gerechnet dass die Knoten wieder gutartig waren.
Ich habe mich aber doch von meiner TÄ trösten lassen, sie meinte der Befund sei kein Todesurteil und Fio könne damit alt werden. Es sollte aber der zweite Tumor auf jeden Fall schnellstens entfernt werden.

Dann bemerkte ich etwa 10-12 Tage nach der OP, dass die eine Lymphdrüse in der Achsel geschwollen ist. Eine TÄ sagte mir, das käme von der OP, schließlich wäre dort noch nicht alles abgeheilt.
Doch bereits ein paar Tage später stellte ich fest, dass die Lympdrüse unter der anderen Achsel auch dicker wurde.

Nun war ich total besorgt und habe wie wild gegooglet und die ganze Nacht das gesamte Netz nach Infos abgesucht.
Inzwischen waren auch die Lymphdrüsen oben am Hals/Kiefer leicht vergrößert.
Außerdem sind mir ein paar Stellen unter der Haut aufgefallen, fühlen sich an wie kleine runde Knubbel, an einem dieser Knubbel geht das Fell aus. Zufall?

Direkt am nächsten Tag habe ich einen Termin in der Tierklinik Duisburg-Asterlagen vereinart. Dieser Termin war vorgestern und die Diagnose und Prognose war niederschmetternd.

Die eine geschwollene Lymphdrüse unter der Achsel wurde punktiert, ebenso die Geschwulst am Hals.
Das Dings am Hals ist wirklich eine Fettgeschwulst, ein Lipom.
In der Lymphdrüse in der Achsel wurden Krebszellen festgestellt. Der TA sagte, Fio hätte wohl Lymphdrüsenkrebs und nicht mehr lange zu leben.
Er meinte, Chemo oder Bestrahlung wäre sinnlos, weil zu spät und den verleibenden Knoten im Gesäuge würde er auch nicht entfernen lassen, weil es die Überlebenschancen nicht erhöhen würde.

Ich war total entsetzt, konnte gar keinen klaren Gedanken fassen, geschweige denn kluge Fragen stellen. Ich bin regelrecht aus der Klinik geflohen, habe sogar vergessen zu bezahlen.

Ich bin erst mal an den Rhein gefahren und habe ewig dort gesessen und geheult. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass meine lebensfrohe, agile Fio so krank sein soll.....

Zudem kann (oder will) ich mir gar nicht vorstellen, dass Fio direkt von drei Krebsarten heimgesucht wird. Erst der Gesäugetumor mit Adenokarzinom und Fibrosarkom, dann noch Lymphdrüsenkrebs? Hat das schon mal jemand gehört??

Nachdem ich dann endlich den Heimweg angetreten konnte habe ich zu Hause wieder das Netz nach Infos durchsucht.
Zudem habe ich eine Freundin, deren Weimaraner auch Krebs hat. Die hat mir einen Arzt in Hessen empfohlen, Dr. Söhl in Lichtenau. Kennt den hier vielleicht jemand?
Zudem bin ich auf die Klinik in Hofheim gestoßen und habe mir dort einen Termin für nächsten Diestag gesichtert. Früher war unter keinen Umständen möglich und einen Arzt durfte ich auch nicht sprechen, das würde dort nicht so gehandhabt, man müsse ohne telefonische Auskunft dort hinkommen.

Ich habe noch am Dienstag zig Mal bei dem Arzt in Hessen angerufen und mir so einen Termin für gestern erbetteln können.

Dieser Arzt hat dann Fio genau untersucht und festgestellt, dass sich an der operierten Stelle am Gesäuge bereits wieder Gewebe (Tumor?) gebildet hat. Außerdem hat er noch einen weiteren Knubbel am Vorderlauf gefunden und einen zwischen den Vorderläufen...
Es wurden Röntgenbilder von der Lunge gemacht, leider ist von den drei gemachten Aufnahmen nur eine gelungen, auf dem Bild sieht die Lunge aber völlig in Ordnung aus.
Ultraschall der gesamten inneren Organe ergab auch keine Auffälligkeiten.
Er hat auch die Lymphdrüsen mit Ultraschall angeschaut und meinte, dort wäre nichts auffälliges. Kann man Lymphdrüsenkrebs feststellen, indem man die Drüse per Ultraschall ansieht?? Ich konnte im Netz nichts darüber finden, es wird immer nur von Biopsie geschrieben.

Der Arzt will nun alle Knoten entfernen, die bereits operierte Stelle am Gesäuge nachoperieren, die andere Gesäugeleiste komplett rausnehmen, das Dings aus dem Maul herausholen und gleichzeitig die Eierstöcke entfernen. Die Gebärmutter soll aber drin bleiben, (Warum? Hier haben einige geschrieben dass ihre Hunde eine Gebärmuttervereiterung hatten, ist es nicht besser die mit rauszunehmen??)
Die geschwollenen Lymphdrüsen in den Achsel will er punktieren und dann mit Laser behandeln.
Alle herausgenommenen Knubbel sollen untersucht werden und dann darauf abgestimmt mit der Chemo begonnen werden. Die Chemo sieht so aus, dass sie eine einzige Infusion bekommt und dann drei Wochen Pause. Das ganze wird drei Mal wiederholt. Keine Tabletten und nix. So was habe ich hier im Forum noch nicht gelesen, oder habe ich was übersehen?

Dieser Arzt meint, in Duisburg hätten es sich die Ärzte zu leicht gemacht. So sagte er, dass die mit dem Krebs-Schnelltest nur feststellen können, ob Krebszellen in der Lymphdrüse sind, aber nicht welche. Ist das so??
Er sagte, es könne genauso gut sein, dass nur die eine Lymphdrüse mit Krebs befallen ist, weil die so nah an dem Gesäugetumor liegt. Außerdem hätte die diese vernichtende Prognose nicht stellen sollen, ohne die inneren Organe zu untersuchen.
Er ist der Meinung, dass man das alles gut in den Griff bekommen kann.

Erst war ich total happy nach dem Besuch bei diesem Arzt, hatte er mir doch große Hoffnungen gemacht. Doch die Euphorie dauerte nicht sehr lange an, die Diskrepanz zwischen den beiden Ärzten erscheint mir zu krass.

Im Grunde habe ich ja zwei komplett gegensätzliche Prognosen. Die TK in Duisburg sagt, alles ist hoffnungslos und ich solle gar nichts mehr machen und nur die verbleibende Zeit so schön wie möglich gestalten.
Der Arzt in Lichtenau sagt, alles gar kein Problem, das wird schon wieder...alles muss raus, dann Chemo und gut ist´s.

Ich habe nun völlig den Überblick verloren, schwanke zwischen totaler Hoffnungslosigkeit und Optimismus, je nach Stimmung.

Fio ist eigentlich total fit, vielleicht ein wenig müder als früher.
Gedanken machen mir auch ein paar andere Auffälligkeiten: Sie hechelt öfters, obwohl es nicht soooo warm ist und sie als "Nackthund" eigentlich Wärme liebt. Sie liegt seit kurzem öfters auf dem nackten Boden statt auf flauschigen Decken auf der Couch.
Außerdem hat sie schon länger Pigmentveränderungen an den Lefzen, das haben hier auch viele von Euch schon geschrieben.

Wie würdet Ihr jetzt vorgehen? Den Termin in Hofheim wahrnehmen und somit noch eine dritte Meinung hören? Dem Arzt in Lichtenau vertrauen?

Ich würde alles tun, wirklich alle, um diese Krankheit zu besiegen, allerdings möchte ich nicht Fio von vorne bis hinten aufschneiden lassen obwohl es keinen Sinn macht. Die OP wird aufwändig sein und sie wird einige Zeit brauchen um sich davon zu erholen. Dann noch die Chemo....Weimaraner haben ohnehin rassebedingt einen anfälligen Magen und Darm. Wie wird sie das verkraften?

Ich habe bereits im letzten Jahr eine Tochter von Fio durch einen Autounfall verloren, wenn das so weiter geht ist mein Rudel bald ausgerottet.

Ratlose Grüße,
Claudia
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Beitragvon JKA » Fr Jun 12, 2009 3:32 am

Hallo und Willkommen, wenn auch aus traurigem Anlass.
Das ist ja schon fatal mit den beiden gegensätzlichen Aussagen der TÄ. Ich würde daher in jedem Fall nach Hofheim gehen und noch deren Meinung einholen, denn "alles zu spät" klingt genauso unrealistisch wie "kriegen wir alles wieder hin".
Die Sache ist zu wichtig und möglicherweise zu gefährlich.

Gruss
Titus und JKA (und unvergessen - SINUS)
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Beitragvon Dagmar » Fr Jun 12, 2009 5:26 am

Hallo Claudia,

ein trauriges Willkommen in unserer Runde.

Ich kann mich Jürgen nur anschließen, geh nach Hofheim. Die sind dort auf Krebs spezialisiert. Ich war mit meiner Farina auch dort und sie haben genau gesagt, was sie hat und welche Möglichkeiten zur Behandlung es gibt.

Auch ich finde, alles zu spät ist so endgültig und die Hoffnung stirbt zuletzt, aber zu sagen, kein Problem, wir operieren mal ein bißchen und dann wird das schon, ist schon sehr blauäugig. Und nur eine Lymphe befallen.... sorry, aber die Lymphen sind ein komplettes System, das durch den ganzen Körper geht und ich konnte bei meiner Farina sehen, wie ein Lymphknoten nach dem anderen anschwoll. Per Ultraschall konnten wir nur die Knoten im Bauchraum sehen, aber feststellen, daß es Krebs ist, wurde mit der Biopsie gemacht.
Lieben Gruß & Wuff
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Du Mensch fragst mich, warum ich an einen Hund mich binde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde!
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Beitragvon maria.h » Fr Jun 12, 2009 7:33 am

Herzlich Willkommen in unserer Runde,
in Eurer Situation würde ich auch eine dritte Meinung abwarten.
Ich drücke Euch die Daumen!!!
Viele Grüße aus der Pfalz,
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Beitragvon Claudia » Fr Jun 12, 2009 10:21 am

Hallo,

vielen Dank für die Willkomensgrüße.

Dagmar
Ich kann mich Jürgen nur anschließen, geh nach Hofheim. Die sind dort auf Krebs spezialisiert. Ich war mit meiner Farina auch dort und sie haben genau gesagt, was sie hat und welche Möglichkeiten zur Behandlung es gibt.


Weißt Du, wie dort die Vorgehensweise ist? Ich hörte, dass die dort alles nur unter Narkose machen, also Röntgen und Ultraschall und eventuell eine Feinnadel-Biopsie. Stimmt das?
Darf man dabei bleiben? Muß man den Hund dalassen um ihn später wieder abzuholen?

Dagmar

Per Ultraschall konnten wir nur die Knoten im Bauchraum sehen, aber feststellen, daß es Krebs ist, wurde mit der Biopsie gemacht.

Wurde dazu die ganze Lymphdrüse entfernt oder wurde die Punktiert?

Weiß jemand was über CT/MRT? Bringt das Erkenntnisse, die man durch Röntgen oder Ultraschall nicht gewinnen kann?

LG Claudia

Edit: habe die Zitatfunktion geändert - Petra
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Beitragvon Claudia » Fr Jun 12, 2009 10:22 am

irgendwie funktioniert das mit dem Zitieren nicht...
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Beitragvon JKA » Fr Jun 12, 2009 11:32 am

Ich selbst habe keine direkten Erfahrungen mit Hofheim, mein Arzt hat sich aber mit denen beraten und hier im Forum waren einige dort, insgesamt scheint Prof. Kessler einer der Veterinärexperten für Krebserkrankungen zu sein.
Zu den Untersuchungen kann ich Dir nur meine Erfahrungen und nur für MLA (Lymphosarkom) sagen:
1. Röntgen - damit wurde nur festgestellt, ob schon innere Organe wie Milz, Lunge usw. angegriffen sind, die eigentliche Erkrankung wird mit einer Biopsie diagnostiziert sowie über das Blutbild. (dort sind verschiedene Arten und Stadien "entarteter" Zellen)
Narkose ist da nur erforderlich, wenn der Patient nicht kooperativ ist.
2. Ultraschall - Zweck ist wie Röntgen, Blick auf innere Organe z. B. im Bauchraum ob dort schon Lymphknoten geschwollen sind. Narkose auch nur, wenn Hund nicht kooperativ ist.
3. Eine CT Diagnose für diese Erkrankung würde ich nicht für notwendig halten, da es ja zunächst keine "Geschwüre" im eigentlichen Sinne gibt, es handelt sich ja um eine Krebserkrankung des lymphatischen Systems.

- aber - ich bin kein Arzt, wende Dich an Hofheim, ich glaube da bist Du gut aufgehoben.

Viel Glück
Titus und JKA (und unvergessen - SINUS)
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Beitragvon Soka » Fr Jun 12, 2009 12:42 pm

Hallo Claudia,

willkommen in unserer Runde, auch wenn es wieder mal eine
kranke Fellnase bedeutet.

In deinem Bericht kann man deine Angst und die Hilflosigkeit,
die du grade durchlebst sehr genau spüren.
Viele von uns haben das was du beschreibst durchgemacht und
sich an jeden noch so kleinen Strohhalm geklammert, sind im
Netz auf die Jagt nach Infos gegangen, bis zur Erschöpfung.

Eine Klinik ,wie die in Hofheim, kann dir weiter helfen
die Erkrankung deines Hundes realistisch ein zu schätzen und ich glaube,
das ist wichtig für dich und deine weiteren Entscheidungen.

Vertraue auf deine Innere Stimme, versuche im Sinne deines Hundes
zu denken und zu handeln.
Wunder geschehen, aber leider nur sehr selten...ich wünsche dir eines.

Alles Liebe Petra und Paul
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Beitragvon 99cane99 » Fr Jun 12, 2009 4:28 pm

Hallo Claudia,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Auch ich würde mir an Deiner Stelle eine dritte Meinung in Hofheim einholen, weil die ersten zwei Aussagen von den TÄ doch sehr sehr verschieden sind. Den Termin für Dienstag hast Du ja schon.

Ich drücke Dir die Daumen.

Ähm wegen dem Zitieren, da ist ein Fehler in dem Forenprogramm, da können wir leider nichts daran ändern (wir haben uns schon daran gewöhnt) hab es geändert, hoffe es passt so
Liebe Grüße

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Beitragvon martinav » Fr Jun 12, 2009 5:06 pm

Hallo Claudia,

wie es aussieht, habt ihr schon einiges durch. Ich lese mir das Ganze heute Abend noch in aller Ruhe durch.

Wenn du zitieren möchtest, dann kopierst du am besten das Entsprechende, fügst es in deinem Antwortfeld ein, markierst es und klickst dann auf den Quote-Button. Seit einem Update der Forensoftware funktioniert das nicht mehr so, wie es sollte aber wie Petra schon schrieb ... man gewöhnt sich dran. :zwinker:
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Beitragvon nunni » Fr Jun 12, 2009 5:55 pm

Hallo Claudia,

auch von mir ein trauriges Willkommen in unserer Runde. Was Du gerade durchmachst, kann ich mir gut vorstellen...zwei gegensätzlichere Meinungen hättest Du nicht kriegen können. Da ich meinen Zito nur mit Cortison behandelt habe, kann ich Dir leider keine Ratschläge geben...außer einen: gehe nach Hofheim! Hier im Forum sind alle gut gefahren mit dieser Klinik, ich bin mir sicher, dort seid Ihr bestens aufgeehoben! Ich drücke für Dienstag ganz feste die Daumen und hoffe auf ein Wunder...
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LG Marita + Zito, einzigartig und unvergessen
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Beitragvon martinav » Fr Jun 12, 2009 8:34 pm

Hallo Claudia,

nun habe ich eure Geschichte gelesen und versuche mal, dir ein paar Antworten zu geben. Ich bin kein Mediziner, gebe also nur meine Erfahrungen und Vermutungen wieder.

Zudem kann (oder will) ich mir gar nicht vorstellen, dass Fio direkt von drei Krebsarten heimgesucht wird. Erst der Gesäugetumor mit Adenokarzinom und Fibrosarkom, dann noch Lymphdrüsenkrebs? Hat das schon mal jemand gehört??

Eigentlich nicht ... ich weiß zwar, das Metastasen eine andere Gewebezusammensetzung haben (können) als der Primärtumor aber das gleich drei verschiedenen Krebarten wüten :grübel:

Kann man Lymphdrüsenkrebs feststellen, indem man die Drüse per Ultraschall ansieht?? Ich konnte im Netz nichts darüber finden, es wird immer nur von Biopsie geschrieben.


Ich kann mir vorstellen, dass man mit Ultraschall nach der Größe der Lymphknoten schaut und wenn sie geschwollen sind, davon ausgehen kann, dass was nicht stimmt.

Die Gebärmutter soll aber drin bleiben, (Warum? Hier haben einige geschrieben dass ihre Hunde eine Gebärmuttervereiterung hatten, ist es nicht besser die mit rauszunehmen??)


Bei Ayla wurden auch nur die Eierstöcke entfernt. Die OP ist wesentlich schonender und ich habe mir sagen lassen, dass die Gebärmutter sich, wenn die Eierstöcke entfernt wurden, zurückbildet.

Dieser Arzt meint, in Duisburg hätten es sich die Ärzte zu leicht gemacht.

Das finde ich auch.
So sagte er, dass die mit dem Krebs-Schnelltest nur feststellen können, ob Krebszellen in der Lymphdrüse sind, aber nicht welche. Ist das so??

Könnte möglich sein. Bei Ayla wurde damals auch ein Lymphknoten punktiert und es wurde eine Art Schnelltest gemacht ... gehe ich mal von aus, weil wir das Ergebnis innerhalb einer Stunde hatten ... da hieß es auch nur, es wurden große (Krebs) Zellen gefunden.

Im Grunde habe ich ja zwei komplett gegensätzliche Prognosen. Die TK in Duisburg sagt, alles ist hoffnungslos und ich solle gar nichts mehr machen und nur die verbleibende Zeit so schön wie möglich gestalten.
Der Arzt in Lichtenau sagt, alles gar kein Problem, das wird schon wieder...alles muss raus, dann Chemo und gut ist´s.


Das finde ich, genau wie du, total krass und kann dir auch nur empfehlen dir eine 3. Meinung einzuholen. Wir waren mit Ayla in Hofheim und ich kann die Klinik nur empfehlen. Wir hatten immer das Gefühl dort sehr gut aufgehoben zu sein. Die Ärzte sind kompetent, ehrlich und das Wohl des Tieres steht dort immer im Vordergrund.

Weißt Du, wie dort die Vorgehensweise ist? Ich hörte, dass die dort alles nur unter Narkose machen, also Röntgen und Ultraschall und eventuell eine Feinnadel-Biopsie. Stimmt das?
Darf man dabei bleiben? Muß man den Hund dalassen um ihn später wieder abzuholen?


Bei Ayla wurde alles ohne Narkose gemacht: röntgen, Ultraschalluntersuchung und Feinnadel-Biopsie und wir waren immer dabei.
Narkose bekam sie nur zu CT und Bestrahlung aber auch da waren wir, solange sie wach war, bzw. zum Aufwachen immer bei ihr.
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Beitragvon Claudia » Fr Jun 12, 2009 9:32 pm

Bei Ayla wurde alles ohne Narkose gemacht: röntgen, Ultraschalluntersuchung und Feinnadel-Biopsie und wir waren immer dabei.
Narkose bekam sie nur zu CT und Bestrahlung aber auch da waren wir, solange sie wach war, bzw. zum Aufwachen immer bei ihr.

Super, vielen Dank für die Info, eine Sorge weniger.....ich finde es immer sehr schlimm, wenn man in großen Tierkliniken den Hund morgens abgibt und ihn abends erst abholen darf.

Ich werde auf jeden Fall am Dienstag nach Hofheim fahren.
Leider habe ich den Termin nicht bei Dr. Kessler sondern "nur" bei Dr. Michel. Aber ich nehme doch mal an, dass die sich absprechen, oder?

Ich versuche jetzt mal, die Zeit bis Dienstag zu überstehen ohne dauernd dran denken zu müssen.
Irgendwie kann ich es immer noch nicht fassen, wenn ich Fio so ansehe - sie ist so fit und lebensfroh wie immer - kaum zu glauben dass sie so krank sein soll.

Manchmal wache ich morgens nach einer durchwachten Nacht und nur wenigen Stunden Schlaf auf und glaube, ich hätte das alles nur geträumt....

LG Claudia
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Beitragvon Dagmar » Fr Jun 12, 2009 10:10 pm

Hallo Claudia,

will mal versuchen, deine Fragen zu beantworten.

Weißt Du, wie dort die Vorgehensweise ist? Ich hörte, dass die dort alles nur unter Narkose machen, also Röntgen und Ultraschall und eventuell eine Feinnadel-Biopsie. Stimmt das?
Darf man dabei bleiben? Muß man den Hund dalassen um ihn später wieder abzuholen?


Also ich muß dazu sagen, daß schon bei meiner TÄ eine Biopsie gemacht wurde und daraufhin wurde das maligne Lymphon festgestellt. Allerdings nicht im Schnelltest, sondern die Biopsie wurde eingeschickt. Daraufhin hat meine TÄ mich und Farina direkt an die TK Hofheim überwiesen und gleich auch sämtliche Unterlagen dorthin gefaxt (was wohl nicht so häufig vorkommt bei anderen TÄ wie ich nun schon erfahren habe). Wenn ich einen Termin bei Herrn Kessler kriegen sollte, sollte ich den TA nehmen. Bei meinem Glück war er natürlich in Urlaub und ich hatte eine andere TÄ, die aber sehr nett war, gut mit Farina umging und auch wußte um was es ging. Ich war bei allen Untersuchungen dabei. Einzig die Biopsie an der Milz wurde in Narkose gemacht und nur bei deren Biopsie war ich nicht dabei, aber beim Einschlafen wie auch Aufwachen. Ansonsten wurde alles ohne Narkose gemacht. Die Ergebnisse der Biopsie bekommt man dort auch sehr schnell, aber eben auch, weil die dort alles vor Ort haben.


Wurde dazu die ganze Lymphdrüse entfernt oder wurde die Punktiert?

Bei der Feinnadelbiopsie wird mit einer ganz feinen Nadel in die Lymphe gepiekst, wie bei einer Spritze und etwas Gewebe abgesaugt. Das wird anschließend untersucht. Das eine Lymphdrüse entfernt wird, kenn ich nicht.

Alles in Allem würd ich sagen, ihr seid in Hofheim gut aufgehoben.

Irgendwie kann ich es immer noch nicht fassen, wenn ich Fio so ansehe - sie ist so fit und lebensfroh wie immer - kaum zu glauben dass sie so krank sein soll.

Das kenne ich :heart: Farina hat man auch nichts angemerkt oder angesehen, sie war das blühende Leben. Es traf uns auch wie ein Blitzschlag aus dem heiteren Himmel :heart: Und bis kurz bevor ich sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen mußte, hat man ihr ihre schlimme Krankheit auch nicht wirklich angesehen, außer das sie zum Schluß dünn war. Nur am Verhalten der letzten drei Wochen war klar, daß sie sehr krank war, bis dahin kaum was auffälliges.

Ich drück euch trotzdem alle Daumen, daß sich das alles als nicht ganz so schlimm herrausstellt und wenn es wirklich ein Krebs ist, dann eine "harmlosere" (sofern man beim Krebs überhaupt davon sprechen kann) Variante als grad Lymphdrüsenkrebs :daumen:
Lieben Gruß & Wuff
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Rowdy, Farina & Laila aus dem Regenbogenland


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Beitragvon Rikiki » Sa Jun 13, 2009 10:15 am

Hallo Claudia,

gut das du den Weg zu uns gefunden hast - auch wenn es ein so trauriger Anlaß ist. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich war mit Lilli (11 Monate Cocker) in Trier in der TA - anhand der Feinnadelbiopsie wurde Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Sie ist dann dort geblieben, da die Blutwerte so schlecht waren und evtl. eine Bluttransfusion durchgeführt werden könnte, bis alle ERgebnisse vorliegen. Sie hat auch eine Chemogabe bekommen, nur leider hat diese nicht den gewünschten Effekt gebracht, da dann auch noch Leukämie dazu kam. Lilli war innerhalb von 14 Tagen gestorben. :heart: :heart:
Ich hatte keine Zeit mehr eine 3. Meinung einzuholen - würde es aber an deiner Stelle auf jeden Fall tun....

Ich wünsche dir viel Kraft für diese schwere Zeit und denk an euch
Cindy mit Dana (und Lilli im Herzen)
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