Bailey

Was habt ihr mit euren Lieblingen erlebt?

Moderator: Rudelangehörige

Re: Bailey

Beitragvon biplev » Do Apr 07, 2011 4:58 pm

Hallo,
kurzer Bericht, weil ich mich grad sowieso schon eingeloggt hatte, um meine restlichen Horvi-Mittel loszuwerden.
Uns geht es gut. Bailey hechelt im Moment abends gar nicht.
Er geht nach wie vor etwas lahm nach dem Aufstehen, aber das hat wohl eher
mit seinen schlechten Hüften und dem Alter zu tun, als mit dem Krebs.
Das ist ja auch bei den Mitteln so: inzwischen fast mehr für die Knochen und das Herz, als gegen den Krebs...
Wir können uns echt glücklich schätzen!
Nanooks Bein ist noch ein bißchen auf und ab, aber grundsätzlich für ohne Schmerzmittel gut.
Das Zückerchen hat "Rücken", aber läuft wacker vor sich hin...
MacAshs Nieren bekommen jetzt auch homöopathische Mittel und Pilze und es geht ihm schon besser.
Jake und Herr Nielsson sind fit, also insgesamt alles gut.
Der Sommer kann kommen :D
Lieben Gruß,
Birgit, die Jungs und das Zückerchen
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Re: Bailey

Beitragvon martinav » Do Apr 07, 2011 6:00 pm

Na, dann ist ja alles im Lot, prima! :D
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Re: Bailey

Beitragvon Ariellée » Fr Apr 08, 2011 5:13 am

:bounce1: :bounce1: :bounce1: Super macht weiter so :bounce1: :bounce1: :bounce1:
WINTER, NEIN DANKE ; ich warte auf den Sommer


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Wer kämpft der kann Verlieren, wer nicht kämpft hat schon Verloren.
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Re: Bailey

Beitragvon 99cane99 » Sa Apr 16, 2011 6:13 am

Das hört sich doch prima an, da kann ich nur noch sagen weiter so. :cheer: :bounce1: :cheer: :bounce1: :bussi1:
Liebe Grüße

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Re: Bailey

Beitragvon biplev » Mi Mai 04, 2011 7:28 pm

Bailey ist heute morgen gestorben. Genau, wie er im Leben immer wieder durch seine Geduld und Weitsicht beeindruckt hat, so hat er still und leise beschlossen, dass es Zeit ist, und mir so die lang gefürchtete Entscheidung, zu erkennen, wann Leiden anfängt und wie viel Leiden man einem unheilbar kranken Hund zumuten kann, auf seine typisch weise Art abgenommen.
Gestern ist er noch eine schöne Runde mit spazieren gegangen und hat die Schaffütterung überwacht, erst abends und nachts merkte man dann, dass da deutlich etwas nicht stimmte.
Seit Weihnachten 2008, als bei einer Milz-OP die Diagnose „malignes Lymphom“ herauskam, haben wir zusammen gegen die wenig aussichtsreiche Prognose (ohne Chemo 2 Wochen bis 2 Monate) gekämpft und versucht „unseren Weg“ mit dem Krebs zu finden.
Ich bin froh und dankbar, dass wir Menschen gefunden haben, die uns bei unserem alternativen Behandlungsweg unterstützt haben, der für Bailey nach der ersten Diagnosestellung noch 2 ½ Jahre gelebtes Leben brachte, und das wirklich (und das werden die, die nicht wussten, dass er krank war und das auch nie vermutet hätten, sicher bestätigen) bei hoher Lebensqualität.
Im Sommer 2010 dann bei einer Kontrolluntersuchung leider mehrere faustgroße Tumore in der Leber, der Tierarzt wollte Bailey gleich in der Narkose liegen lassen, weil er meinte, das wären keine Wochen mehr, die der Hund hätte.
Ich hab ihm nicht geglaubt. Bailey hatte zu der Zeit keinerlei Symptome, außer ab und zu abends etwas Unruhe, er war munter und lebensfroh und hatte noch viel vor… Das war am 23. Juli 2010. Und siehe da, noch mal über 9 Monate glückliches Leben.
Letzte Woche hat er sich beim Wälzen ein paar Lendenwirbel ausgerenkt und hatte danach Schmerzen. Aber selbst da war er mit Schmerzmitteln und osteopathischer Behandlung relativ schnell wieder auf den Beinen und ist gestern schon wieder fröhlich gelaufen, war baden und hat mit glänzenden Augen gebettelt.
Heute morgen wollte er nicht aufstehen, aber weil ich dachte, der Rücken wär wieder schlechter und wir müssten was gegen die Schmerzen machen, hab ich ihn trotzdem ins Auto gepackt und zum Tierarzt gefahren. Für mich ist unglaublich, wie dieser Hund hinbekommen hat, auf dem Weg dahin einfach schon mal anzufangen zu sterben, und mich vor vollendete Tatsachen zu stellen. Das hatte er immer so vor und hat es grandios hinbekommen.
Ich bin todtraurig, aber noch viel mehr dankbar, für die geschenkte Zeit und auch für dieses gnädige, unglaublich schnelle Ende. So furchtbar das klingt: außer, dass ich ihn hätte zu Hause lassen können, wenn ich abgesehen hätte, dass er jetzt geht (wo ich aber immer gedacht hätte, ich müsste irgendwas tun), hätte es unter den gegebenen Umständen nicht besser gehen können. Bailey hat es immer gehasst, hilflos oder abhängig zu sein. Sein Leben, seine Entscheidung. Wie er es wollte, aus dem vollen Leben direkt in den Tod.
Jeder Hund ist einzigartig und besonders. Bailey hat mir in seinem Leben so viel beigebracht, dass ich es gar nicht aufzählen kann. Generationen von Welpen und Junghunden haben von ihm gelernt, wie man mit erwachsenen Hunden oder auch untereinander umgeht und wie besser nicht. Dabei war er grandios geduldig, nur, wenn es unbedingt nötig wurde, auch mal deutlich und laut. Er konnte einfach durch einen Blick oder sogar einen „noch-nicht-mal-Blick“ Klarheit in eine Situation bringen und ich habe von seinem Umgang mit anderen Hunden, besonders auch bei den ängstlichen, mehr gelernt, als im ganzen Studium und allen Seminaren zusammen. Er hat sie alle erreicht, auch die, die sonst auf 50m Entfernung schon jeden verbellten und verbissen und war eine unschätzbare Hilfe.
Er hat viele meiner Denkmuster ins Wanken gebracht und mich auch durch seine Krankheit „gezwungen“, mich noch mal sehr viel intensiver mit Naturheilverfahren, Alternativmedizin und Ernährung auseinander zu setzen, als ich es ohnehin schon getan hatte. Er hat mich Geduld gelehrt und mir selbst immer wieder geduldig (aber auch entnervend nachdrücklich) gezeigt, dass man manche Dinge eben nicht zwingen kann, sondern auch mal Raum geben muss, damit ein Hund (oder auch Mensch) aus sich selbst Entscheidungen treffen kann.
Und vor allem hat er mich gelehrt, den „feinen Draht“, den ich schon immer zu Tieren hatte, noch deutlicher und vor allem bewusster wahrzunehmen, der Intuition zu vertrauen und zu akzeptieren, dass der richtige Weg für mich eben für andere auch mal etwas wundersam sein darf.
All das von einem kleinen schwarz-weißen Hütehund, der ein ganz großer war! Machs gut, mein Großer, Du bist ein Held! Wir sehen uns!
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Re: Bailey

Beitragvon BlueEyes » Mi Mai 04, 2011 8:43 pm

Oh man damit habe ich jetzt nicht gerechnet als ich sah das in Baileys Thread ein neuer Beitrag steht.
:heart: :heart: :heart:
Es tut mir unendlch leid das Bailey nun nicht mehr bei Euch ist.
All das was Du über Bailey geschrieben hast geht wirklich unter die Haut und ist eine echte Liebeserklärung an diesen deinen tollen Bailey.
:heart:
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Natürlich kann man ohne Hund leben,
es lohnt sich nur nicht!
(Heinz Rühmann)
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Re: Bailey

Beitragvon nunni » Mi Mai 04, 2011 10:10 pm

Liebe Birgit,

aus Deinen Zeilen sprechen so viel Liebe und Dankbarkeit, und ich bin mir sicher, daß Bailey ebenso gefühlt hat. Du hast alles richtig gemacht, und Bailey hatte ein tolles Leben bei Dir! Ich weiß, der Verlust ist kaum auszuhalten...aber einen geliebten Hund leiden zu sehen, ist nicht zu ertragen, und genau das wollte er Dir ersparen. Ich wünsche Dir die nötige Kraft, um die kommende, schwere Zeit ertragen zu können. Fühl Dich gedrückt!

Lieber Bailey,

Du hast Dich auf den Weg ins Regenbogenland gemacht, Deine Zeit war gekommen...jetzt erwartet Dich nur noch Schönes! Hab weiterhin ein wachsames Auge auf Dein Frauchen...
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LG Marita + Zito, einzigartig und unvergessen
_________________________________________
Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.
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Re: Bailey

Beitragvon Flocke » Do Mai 05, 2011 8:36 am

Liebe Birgit,

ich habe Gänsehaut bekommen beim Lesen deines Berichts. Bei deinen Worten kommt soviel Liebe rüber, das ist echt unglaublich :wub:

Es tut mir sehr, sehr leid, dass Baily den "Kampf" gegen den Krebs nun verloren hat. Aber ich bin beeindruckt, dass er es allen gezeigt hat!!! :heart:

Lieber Bailey, du musst ein ganz wundervoller, besonderer Hund gewesen sein, was für ein Kämpfer!!! Nun lauf schnell ins Land hinterm Regenbogen und grüß mir meine über alles geliebte Anka von mir!

Traurige Grüße
Tanja
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Re: Bailey

Beitragvon Madze » Do Mai 05, 2011 1:06 pm

Liebe Birgit,

auch ich hab beim Lesen Gänsehaut bekommen. Das hast du sehr schön geschrieben, vorallem mit viel Liebe.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Und ehrlich gesagt, wünsche ich mir auch so einen Tod für meine Rieke, wenn es bei ihr mal soweit sein soll. Auch wenn es, trotz dass man von der Krankheit weiß, einfach zu schnell ist.

Dir lieber Bailey wünsche ich eine gute Reise ins Regenbogenland. Nun kannst du wieder ohne Schmerzen mit den anderen rennen.
Viele Grüße
Madlon


Die Intelligenz eines Hundes zeigt sich oft in der Fähigkeit, Wege zu finden, wie er einem Befehl nicht gehorchen muss.
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Re: Bailey

Beitragvon martinav » Do Mai 05, 2011 8:34 pm

Liebe Birgit,

fühl dich von mir tröstend in den Arm genommen.

Auch wenn man wusste, dass Bailey schwer krank war ... so kam es doch sehr plötzlich. :heart: :heart: :heart:
Du hast Bailey so gut beschrieben ... man hat das Gefühl, dass man diesen großartigen Hund gekannt hat.
Er hat seine Spuren hinterlassen und wird in deiner Erinnerung und in deinem Herzen immer weiterleben!

Lieber Bailey, ich hoffe, du bist gut im Regenbogenland angekommen und hast dort schon deine Aufgabe gefunden.
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Re: Bailey

Beitragvon Petri » Do Mai 05, 2011 9:39 pm

Liebe Birgit,

:heart: :heart: ...fühl dich ganz doll umarmt.
Ein wunderbarer Hund...und er wird weiterleben..für immer in deinem Herzen.

Lieber Bailey,
nun hast du dich auf die Reise gemacht. Die anderen Fellnasen warten schon...wenn du angekommen bist, grüß mir meinen Professor :dog3:
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...und auch drei sind keiner zuviel...
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Re: Bailey

Beitragvon Sylvia » Fr Mai 06, 2011 8:22 pm

Liebe Birgit,

es tut mir sehr leid. Mir sind bei deinem Bericht die Tränen gekommen, denn man spürt, wieviel Liebe und Vertrautheit euch verbunden haben. Ihr habt viel miteinander durchgemacht und die Erinnerungen bleiben, genauso wie Bailey für immer in deinem Herzen bleiben wird. Fühl dich umarmt!

Lieber Bailey, eine gute Reise ins Regenbogenland!

Traurige Grüße Sylvia
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Re: Bailey

Beitragvon 99cane99 » Sa Mai 07, 2011 4:53 pm

Liebe Birgit,

es tut mir sehr leid, dass Bailey Dich verlassen hat. Ich drücke Dich von der Ferne und wünsche Dir
viel viel Kraft.

Lieber Bailey, gute Reise ins Regenbogenland und pass von dort aus gut auf Birgit auf. :heart: :heart: :heart:
Liebe Grüße

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Re: Bailey

Beitragvon Elke1967 » Di Mai 24, 2011 11:54 am

Hallo Birgit,

es tut mir leid zu lesen, daß ihr den Kampf nun doch verloren habt. :heart:
Inzwischen ist Bailey sicher gut dort oben angekommen und er wird wissen, wie sehr ihr um ihn trauert.
Deine Zeilen über ihn drücken so viel Liebe aus und zeigen, wie gut du deinen Hund gekannt hast.
Ich wünsche dir viel Kraft.

Lieben, traurigen Gruß
Elke
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Ich befürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen, das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat.
-Nietzsche-
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Re: Bailey

Beitragvon biplev » Sa Mai 04, 2013 10:48 pm

Hallo, Ihr,
vor 2 Jahren mußte ich Bailey gehen lassen.
Heute war ein schwerer Tag und es kommt mir nicht so vor, als wären schon 2 Jahre vergangen.
Das wollte ich nur mal gesagt haben, wo es Menschen lesen, die das verstehen.
Drückt Eure lieben Fellnasen!
Birgit
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