Therapie und Krankheitsverlauf

Was habt ihr mit euren Lieblingen erlebt?

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Beitragvon aknatur » Fr Jun 06, 2008 7:59 pm

Krankheitverlauf von Ronja
Rasse Am. Stafford Mix
Alter bei Diagnose 9,5 Jahre
erste Anzeichen: geschwollene Lymphknoten am Hals und Müdigkeit
Bin dann direkt zum TA.
Diagnose: September 2007
Untersuchung: Tastbefund und Feinnadelbiopsie ohne eindeutiges Ergebnis (dafür hätten sie eine Lymphdrüse gebraucht, ich wollte aber keine belastende OP) aber mit hohem Verdacht auf Lymphdrüsenkrebs
Prognose: 6 bis 8 Wochen
Ich sollte Cortison geben, habe mich aber dagegen entschieden.
Therapie:
Katzenkralle, Lymphomyosot, Colostrum und Leinöl Hüttenkäse
Dazu Einschränkung von Getreide, dafür mehr Eiweißkost und Fisch
Bis vor einer Woche (Anfang Juni 2007) gute Lebensqualität trotz wachsender LymphKnoten.
Habe dann mit Cortison angefangen (2 x 5 mg am Tag).
Leichter Rückgang der Knoten, viel Hunger und Durst, und ich habe das Gefühl, dass die MAus irgendwie knochiger wird.
Ansonsten macht sie aber einen aufgeweckten Eindruck und hat keine weiteren erkennbaren Nebenwirkungen.

Liebe Grüße
Anja und Meute

Edit: Ronja musste leider am 18. Juli 2008 erlöst werden.
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Beitragvon martinav » Di Sep 02, 2008 5:35 pm

Dieser Thread soll den Ratsuchenden als Information erhalten bleiben. Da zwischenzeitlich leider einige Hunde verstorben sind, haben wir uns erlaubt, dies in den entsprechenden Beiträgen einzufügen.

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Beitragvon aknatur » So Sep 07, 2008 9:40 pm

Nachtrag zu Ronjas Krankheitsverlauf:
Hatte von September 2007 bis Juni 2008 trotz Anraten des Tierarztes kein Cortison gegeben, sondern nur das Immunsystem sanft unterstützt. Ich bin der Ansicht, dass Ronja während dieser Zeit, trotz stetig wachsender Lymphknoten eine gute Lebensqualität hatte.
Nachdem ich dann im Juni mit Cortison angefangen hatte, weil ich dachte, die Knoten wären jetzt doch ziemlich groß, hat Ronja in kurzer Zeit stark abgebaut. Sie wurde immer knochiger und war nur noch müde. Auch bekam sie Probleme mit dem Wasserlassen. Am 17. Juli bekam sie Atembeschwerden und massive Probleme mit dem Wasserlassen, was sich am 18. gegen Mittag beides ganz massiv verschlechterte. Sie wollte nicht mehr aufstehen und kein Bällchen mehr. Ich habe sie angesehen und gefragt, was ich tun soll. In ihren Augen habe ich gesehen, dass sie erlöst werden wollte. Sie war innerhalb von wenigen Sekunden tot.

Der Tierarzt hat nichts mehr gesagt aber ich bin der Ansicht, dass sie Wasser in der Lunge hatte und die Nieren versagt haben. Ich führe dies auch auf das Cortison zurück, welches definitiv keinen positiven Effekt gebracht hat.
Kann sein, dass ich da völlig falsch liege aber
sollte ich nochmal in eine solche Situation kommen (was immer auch unser Schicksal lenkt, möge mich davor bewahren!!!) so würde ich kein Cortison mehr geben, sondern der Krankheit ihren natürlichen Lauf lassen und nur das Immunsystem sanft unterstützen.
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Beitragvon chybo » So Dez 21, 2008 9:53 pm

Kann sein, dass ich da völlig falsch liege aber
sollte ich nochmal in eine solche Situation kommen (was immer auch unser Schicksal lenkt, möge mich davor bewahren!!!) so würde ich kein Cortison mehr geben, sondern der Krankheit ihren natürlichen Lauf lassen und nur das Immunsystem sanft unterstützen.


Ja, da scheiden sich die Geister.
Ich sage ja auch, dass das Cortison meine Chyra "dahingerafft" (welch ein Ausdruck, man möge mir verzeihen) hat. aber ohne Cortison hätte ich Chyra keine knapp 3 Monate mehr gehabt, sondern vielleicht nur noch einen... :heart:
Es ist eine Gewissensfrage, denn nach einer solchen Diagnosestellung - sterben werden sie eh :heart:
Grüssle

Katja und im Herzen Laika, Chasy, Chyra + Bonny

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Re: Therapie und Krankheitsverlauf

Beitragvon Petri » So Jun 20, 2010 9:32 am

Rasse: Senfhund (Briard/Schnauzer/u.a.) aus Ungarn

Alter bei Diagnose: ca. 7 Jahre

Symptome: Februar 2009 mit vergrößerten Lymphknoten und Harndrang

entgültige Diagnose: April 2009 malignes T-Zell Lymphom

Behandlung: von Febr.bis April 2009 Wobenzym, Antibiotika und Cortison. Ab April 2009 Chemo nach dem Madison Wisconsin Protokoll, allerdings in unregelmäßigen Abständen, weil zwischendurch Immnsystem immer wieder geschwächt war und die Chemos verschoben wurden. Die letzte Chemoinfusion im September 2009...dann Abbruch aufgrund der immer wiederkehrenden Magen-Darm Infekte.
Cortison wurde in geringer Dosis weiterhin gegeben. Zwischendurch bekam Zottel auch Elektrolytinfusionen.
Im Oktober/ November 2009 die erste Gabe von Cecenu, im Dezember 2009 die zweite.

Nebenwirkungen: Durch die Gabe von Cortison vermehrtes Saufen, Harn- und Fressdrang.Ein Auf und Ab von Magen-Darminfekten. (Übelkeit/Durchfall/Fieber). Leichte Gesichtslähmung, die aber nicht unbedingt mit der Chemo zusammenhing.

Zottel ist am 16.01.2010 von uns gegangen.
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...und auch drei sind keiner zuviel...
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Re: Therapie und Krankheitsverlauf

Beitragvon Dani » So Jun 20, 2010 7:54 pm

Rasse: Weimaraner

Alter bei Diagnose: knapp 6 Jahre

Zeit zwischen den ersten Anzeichen und der Diagnose: Die ersten Anzeichen gab es Mitte Mai 2009. Leider wurde erst auf eine Vergiftung hin behandelt, wegen schlechter Leberwerte.

Diagnose Lymphom: 18. Juni 2009, Chemo 19.06.2009

Prognose: Keine wirkliche...

Therapie: Chemo nach Madison-Wisconsin, Kortison, Misteltherapie

Nebenwirkungen: Durch das Kortison aufgeblähter Leib, teilweise Fressunlust, später nach der Chemo extreme Schlappheit bis hin zum nicht-aufstehen-wollen und Nesselsucht, deshalb Abbruch der Chemo und Weiterbehandlung mit Kortison.

Lebensdauer: 4 Monate

Balou musste am 22.10.2009 erlöst werden. :heart: :heart: :heart:
Lieben Gruß
Dani mit Balou ganz tief im Herzen
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Re: Therapie und Krankheitsverlauf

Beitragvon martinav » So Feb 13, 2011 12:48 pm

Mal hochschieb, hier ist schon lange nichts mehr geschrieben worden. :zwinker:
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Re: Therapie und Krankheitsverlauf

Beitragvon Flocke » Fr Jul 01, 2011 8:54 am

Rasse: Rottweiler (Hündin)

Alter bei Diagnose: 5,5 Jahre

Anzeichen: Anfang Mai 2010 - ständige Augenentzündung / Lymphknoten an beiden Kniekehlen leicht geschwollen /Halslymphknoten leicht geschwollen

Zeit von den ersten Anzeichen bis Verdachtsdiagnose: ca. 4 Wochen

Diagnose: am 9. Juni 2010: Multizentrisches malignes Lymphom, Grad IV, B-Zell (Milz bereits befallen - sonst kein weiterer Befall anderer Organe) - Diagnosestellung auf Grund von 1. Vermutungsverdacht des Arztes nach Abtasten der Knoten, dann Feinnadelbiopsie und Einschicken einer Gewebeprobe an die Pathologie München

Prognose: Lebenserwartung ohne Chemo ca. 6 Wochen / mit Chemo ohne das Mittel Doxorubicin: 6 - 12 Monate / mit Chemo inkl. dem Mittel Doxorubicin: 12 - 24 Monate

Therapie: am 11. Juni 2010 erste Chemo-Therapie, Chemo-Langzeitprotokoll über 10 Monate mit folgenden Mitteln: L-Asperginase, Vincristin, Doxorubicin, Endoxan - KEINE Verwendung anderer Mittel z.B. Cortison o.ä. Insgesamt 20 "Sitzungen", Kosten: 2.500 EUR (inkl. aller Voruntersuchungen usw. - Kosten sind abhängig vom Gewicht, Baffy wiegt 40 kg)

Nebenwirkungen der Chemo-Therapie: 2-3 Tage schlechter Appetit nach dem Mittel Vincristin, die letzten 2 x beim Mittel Vincristin 2-3 Tage Durchfall und Erbrechen. Ansonsten keinerlei Nebenwirkungen! Unser Erfahrungsbericht zur Chemo-Therapie ist hier zu finden: viewtopic.php?f=11&t=3483

Heute, über ein Jahr nach der ersten Chemo-Behandlung ist Baffy quietschfidel. Die Therapie ist vorerst abgeschlossen, wir waren seit der letzten Chemo-Behandlung Anfang April 2011 nicht einmal mehr beim Tierarzt. Baffy geht es sehr gut!

Liebe Grüße
Tanja
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Re: Therapie und Krankheitsverlauf

Beitragvon Aussiebeagle » Fr Jul 01, 2011 10:23 am

Ich wollte nur mal sagen das das hier sehr informativ ist. Auch wenn es sehr traurig ist das manche doch verstorben sind.
LG Carola
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