Erfahrungen in der Hundeschule

Alle möglichen Erziehungsfragen

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Beitragvon Dagmar » Sa Mai 03, 2008 7:34 am

Leider kann sich ja heutzutage jeder Trainer nennen, bin ja gespannt, ob sich das jemal ändert.


Naja stimmt auch nur teilweise Tina. Erstmal muß ich sagen, es gibt Hundeschule und es gibt Hundeplätze, die Vereinen angehören. Hundeschulen kann jeder aufmachen und sich Trainer nennen, ob er wirklich je ein Seminar oder was auch immer mitgemacht hat. Ich für meinen Teil hab Seminare und Prüfungen von meinen Verband machen müssen, um einen Trainerschein zu bekommen. Sicher sagt das noch nicht aus, ob man dann wirklich supergut ist. Aber wir hatten nicht nur theoretischen Unterricht und Prüfung, sondern auch praktischen Unterricht und Prüfung. Da mußte auch gezeigt werden, wie man mit den Leuten umgeht und natürlich mit den Hunden. Und keiner von uns (die damals zukünftigen Trainer) waren ruppig oder laut oder was sonst gerne noch über grade die Trainer von Vereinshundeplätzen gesagt wird.
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Beitragvon 99cane99 » Sa Mai 03, 2008 12:39 pm

Ich hab mal ein Hundetraining beobachtet, das fand gleich neben der Straße statt :twisted: alle Hunde liefen frei rum und es nannte sich Agility. Ich bin ja nicht neugirig :oops: und hab mich dann dazugestellt und den "Trainer" bisser gefragt - der hatte keine Ahnung von nix, die Leute konnten sich die Hürden selbst eingstellen (viel zu hoch für die Hunde) das war ihm egal, denn ein ausgewachsener Hund hat dann keine Probleme mit Gelenke oder so. Eine Frau war das erste mal bei der Stunden, sie bekam keine Anleitung gar nichts :twisted: Ich war nur noch schockiert, seine Hündin sprang die Leute an incl. mir - was der Herr Tainer auch noch lustig fand - also ich hab es so genannt, ein Samstag nachmittag Treff wo ein Mensch gegen Entgeld Geräte zur Verfügung stellt.
Ich finde so etwas gehört unterbunden, aber leider hat man gegen diesen Menschen keine Chance.
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Beitragvon Cosmo » So Mai 04, 2008 10:43 am

:shock: Und so lange der Begriff Hundetrainer nicht geschützt ist, wird das auch immer wieder passieren. Mein Göttergatte macht im Moment eine Ausbildung zum Hundetrainer (neben seinem Job) bei Cumcane.de, das ganze dauert mind. 2-3 Jahre und ist mit immensen Kosten verbunden. Aber dort wird sogar die Biochemie der Caniden bis ins kleinste Detail auseinander genommen, will sagen, es ist etwas fundiertes.
Er hat übrigens nicht vor, eine Hundeschule aufzumachen. ;-)
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Beitragvon Tina » Mi Mai 07, 2008 9:30 pm

Ja, Dagmar, auf den Hundeplätzen, wo ich auch bin, muß man einen Trainerschein haben. Da ist, wie Du schon erwähnt hast, alles mit dabei. Von Theorie, Praxis bis Rethorik und Menschenführung. Teilweise muß man die Kurse immer wieder erneuern, daß der Schein Gültigkeit hat.

Auch kostet es einiges, das mal alles aus eigener Tasche zahlen muß. Bekommt aber nichts dafür, dh. die Trainer und Ausbildungswarte machen alles ehrenamtlich.

Aber das sind meist Vereine, die Hundesport (egal welcher Art) betreiben.

Das wollen aber viele nicht, die gehen dann in die sog. Hundeschulen wo von den "Trainern" nichts verlangt wird.

Eine Nachbarin ist auch Trainerin einer solchen Hundeschule. Ich hab mal beim Training zugeschaut. Ich sag lieber nichts mehr dazu..... Wenn ich mit Eros auf der Wiese mal ein bischen übe, bekommt sie große Augen.
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Beitragvon martinav » Do Mai 08, 2008 2:31 pm

Tina hat geschrieben:Das wollen aber viele nicht, die gehen dann in die sog. Hundeschulen wo von den "Trainern" nichts verlangt wird.


Nichts verlangt? Ich habe mir schon angeschaut, welche Ausbildung die Trainerin genossen hat, welche Seminare sie besucht hat ... die Kunden können es verlangen in dem sie Hundeschulen aufsuchen, wo die Trainer eine gute Ausbildung haben.
Ich wäre z. B. mit Timmy auch nie auf den Schäferhundeplatz gegangen.
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Beitragvon Dagmar » Sa Mai 10, 2008 10:44 am

@Petra..... Sowas finde ich auch schrecklich, was du da beschreibst. Leider gibt es sowas auch, aber auch leider Leute, die ohne nachzudenken, mitmachen.


@Tina.... stimmt. Die Kosten, die damit verbunden sind, haben wir aus eigener Tasche gezahlt und den Unterricht gibt man dann ehrenamtlich, d.h. man bekommt nullkommanix dafür als Entschädigung.


@Martina.... Sicher können sich die Hundebesitzer nur die Hundeschulen aussuchen, in denen die Trainer auch Seminare besucht haben. Aber was Tina meinte, ist, das es keine Vorschrift ist, das eben besagte Trainer Seminare besucht haben, um eine Hundeschule aufzumachen und von diesen gibt es leider auch genug. Und eigentlich müßte man das auch als Hundebesitzer erwarten, das diese Trainer Seminare und Schulungen mitgemacht haben, denn im Gegensatz zu einem Verein, bezahle ich eine große Summe an Geld für den Unterricht in einer Huschu.

Ich wäre z. B. mit Timmy auch nie auf den Schäferhundeplatz gegangen.

Und warum nicht? Weil es ja auf diesen Plätzen so schlimm zu geht? Damit scherst du wieder alle Trainer über einen Kamm und es ist wieder mal ein sehr typisches Vorurteil gegenüber dem Schäferhundeverein. Dort wird nicht nur Schutzdienst gemacht. Sondern auch Agility, Obedience und Turnierhundesport. Außerdem kann man von Welpenstunde bis Begleithundestunde alles vorfinden. Es gibt da genauso fähige wie unfähige Trainer wie in jedem anderen Verein oder Hundeschule.

Ach übrigens.... dann bin ich ja mal wieder unfähig ob diesen Vorurteils.... ich oute mich mal.... ich bin Mitglied im Schäferhundeverein.... und das obwohl ich keinen Schäferhund habe und deswegen nie Probleme dort hatte.

Ach ja... und der Schutzdienst ist nicht bei den Schäferhundevereinen entsprungen, sondern beim DVG (Deutscher Verband für Gebrauchshunde).... nur mal so zur Info.

Zusammenfassend gesagt, kann man nicht pauschal sagen, nur weil es der Verein ist oder eine Hundeschule sind alle Trainer unfähig und/oder brutal. Das muß man von Fall zu Fall sehen. Vorraussetzung ich gehe voruteilsfrei auf Huplas und Huschus hin und schaue mir den Unterricht an und bilde mir dann meine Meinung über diese und nur über diese, bei dem nächsten Verein oder Schule kann es schon wieder ganz anders aussehen.... so auch meine Erfahrung.
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Beitragvon martinav » Sa Mai 10, 2008 1:46 pm

Nach meinem Verständnis setzten sich aber am Ende die guten Hundeschulen mit erfahrenen Trainern durch. Das Angebot an Hundeschulen wächst ständig und da trennt der Konkurrenzkampf die Spreu vom Weizen.

Dagmar hat geschrieben:@
Ich wäre z. B. mit Timmy auch nie auf den Schäferhundeplatz gegangen.

Und warum nicht? Weil es ja auf diesen Plätzen so schlimm zu geht?


Eben drum! Warum fühlst du dich angegriffen? Ich habe doch deine Qualitäten nie in Zweifel gezogen. Ich kann nur für unseren Platz sprechen, ist ja klar ... und da würde ich niemals nicht hingehen. Das hat nichts mit Vorurteilen zu tun. Wenn ich im Feld spazieren gehe, kann ich, je nachdem wie der Wind steht, hören, wie dort rumgebrüllt wird und alles was nicht mindestens Schäferhundgröße hat, wird von vornherein belächelt. Mittlerweile scheint es aber auch dort ein Umdenken zu geben, habe ich gehört, aber Timmys aktive Huschu-Zeit ist ja schon ein paar Jährchen her. Ayla ist ein sehr ängstlicher Hund, da kann eine ungestüme Handbewegung oder ein rüder Ton ausreichen, dass sie dicht macht und mit ihr vor lauter Angst nichts mehr anzufangen ist und ausserdem will ich nicht, dass mein Hund Angst hat.
Bei Ayla haben wir nur Erfolg, wenn wir nach der Animal-Learn-Methode vorgehen.

Dagmar hat geschrieben:Zusammenfassend gesagt, kann man nicht pauschal sagen, nur weil es der Verein ist oder eine Hundeschule sind alle Trainer unfähig und/oder brutal. Das muß man von Fall zu Fall sehen.


Ganz meine Meinug. :zwinker:
Schwarze Schafe gibt es überall aber die Vorurteile gegenüber Schäferhundevereinen kommen ja nicht von ungefähr. Wenn sie mittlerweile unbegründet sind ... um so besser, dann wird es auch keine Vorurteile mehr geben. :zwinker:

Es gibt auch viele andere Hundeschulen, die ich nicht besuchen würde. Der Hundehalter muss mit der Erziehungsmethode zurecht kommen und natürlich der Hund.
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Beitragvon Tina » Mo Mai 12, 2008 9:26 pm

Dagmar, genau das meinte ich, daß "offizeill" von den Trainern nichts verlangt wird. Umso besser, wenn die Trainer sich immer weiterbilden und versuchen, wirklich zu helfen.

Das Problem, das ich sehe, ist folgendes: Jemand schafft sich einen Hund an und meint, da es sich gehört, geh ich mit meinem Hund in eine Huschu. Aber, ich hätte damals auch nicht unterscheiden könnnen, ist das eine gute Schule oder nicht?
Wenn ich morgen eine Gewerbe anmelde und eine Hundeschule eröffne, bin ich wirklich qualifiziert dazu? Die Leute kommen und vertrauen ihren Hund mir an, ohne beurteilen zu können, ob ich es kann. Klar, etwas Unterricht und Erziehungsstunden hab ich gemacht, aber es war kein Problemhund dabei (ja, ein DSH, der mich auch gleich angegangen hat :-| ). Es war aber bei uns im Verein, mit dem Ausbildungswart an meiner Seite.


Die Nachbarin, von der ich erzählte, geht in eine Agi Gruppe, die auch Grunderziehung anbieten. Ich hab mal zugeschaut, es war das reinste Trauerspiel. Die Hunde unmotiviert, mit hängenden Schwanz. Aber für den normalen Alltagsgebrauch hat es den Besitzern scheinbar gereicht.

Wenn ich daran denke, wie freudig die Hunde bei uns auf den Platz arbeiten, wie gerne sie Fuß laufen.
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Beitragvon JKA » Mi Mai 14, 2008 9:19 am

Es ist schon schwer für einen Laien zu erkennen, ob eine Huschu oder ein Trainer gut sind und man will ja auch nicht ständig mit dem Hund eine andere ausprobieren und wechseln. Ist wohl ein bißchen wie mit dem Zahnarzt: hat man einen guten gefunden, sollte man da bleiben. ;-)

-- Nützt einem beim 1. Hund nur leider auch nichts :-|

Gruss :grübel:
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Beitragvon 99cane99 » Mi Mai 14, 2008 6:08 pm

Also wir waren mit Aico in einer sehr guten Hundeschule, die Trainerin war sehr kompetent, doch sie war sehr "ruppig" zu den Menschen, das hat mir nicht so gefallen - aber zu den Hunden war sie super lieb.
Dort waren wir auch mit Luna zur Welpenspielstunde, bis wir dann "unsere" Hundeschule entdeckt haben, ist zwar am anderen Ende der Stadt, aber die stimmt die Chemie zu Mensch und Hund - wir haben uns dort sehr sehr wohl gefühlt und Luna hat sehr viel gelernt.
Was ich auch super fand, unsere Trainerin hat einige "Schüler" immer mal gefragt, ob wir auch zu Seminaren, z.B. Günter Bloch oder so mitgehen wollen.

Also wir haben immer Glück gehabt, aber ich denke auch, dass es sehr schwer ist die richtige Hundeschule zu finden.
Liebe Grüße

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Beitragvon martinav » Mi Mai 14, 2008 9:33 pm

Einfach ist es bestimmt nicht aber auch wenn ich mich nicht so gut auskenne, kann ich doch beurteilen, ob mir die Trainer bzw. die Erziehungsmethode zusagt ... oder?

Ich wollte ja nur erwähnen, dass es auch ausserhalb von Vereinen, gute und sogar sehr gute Trainer gibt, auch wenn von diesen nicht unbedingt eine Qualifikation verlangt. :zwinker:
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Beitragvon 99cane99 » Do Mai 15, 2008 5:04 am

Oh Martina, da bin ich mir nicht so sicher, bei dem einen Mann wo ich geschrieben habe, waren die 3 Leute die da waren super begeistert und mir hat es die Haare zu Berge gestellt. Der Typ hatte wirklich keine Ahnung, konnte aber gut reden und dementsprechend waren die Hunde erzogen, incl. seine eigene Hündin.

Ich glaube jeder befasst sich auch nicht so mit seinen Hunden wie wir hier und viele sind auch sehr blauäugig.
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