Erfahrungen in der Hundeschule

Alle möglichen Erziehungsfragen

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Beitragvon 99cane99 » Mo Apr 28, 2008 8:10 pm

Ich bin auch der Meinung, es gibt solche und solche Hundeschulen - da kann man nicht alle über einen Kamm scheren :zwinker:
Liebe Grüße

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Beitragvon Nicole » Mo Apr 28, 2008 8:11 pm

Naja, hier auf dem platten Land haben wir nicht die große Auswahl. :-(
Und DA kamen auch solche Bemerkungen........
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Beitragvon Vera99 » Mo Apr 28, 2008 8:19 pm

Ich finde auch, dass das Quatsch ist. Für Maya war ich auch 'ihr Frauchen' und wenn sie mal bei meiner Mutter war, hat sie sich zwar wohl gefühlt, aber ihre Hauptliebe galt mir. Meine Mutter hat sie auch gefüttert und ist mit ihr spazieren gegangen.
Wie selbstverständlich fuhr sie dann mit mir nach Hause und alles war in Ordnung.
Ich denke, Hunde sind intelligent und verfügen über Gefühle!

Am Samstag war ich wieder in der Welpenschule. Die Hauptaufmerksamkeit der Welpen wird fast ausschließlich über die Gabe von Leckerchen erreicht. Auf Körpersprache und Stimme der Hundeführer wird viel zu wenig eingegangen, finde ich. Manche machen es recht gut, aber viele Menschen sind einfach unbeholfen.
Problem eines Retrievers war allerdings, Leckerchen interessieren mich nicht und jetzt wurde es schwierig für die 3 Hundebesitzer, die irgendwie auch nicht als Gruppe zusammenblieben, sondern frustriert versuchten, den Welpen abwechselnd zu führen und sich schließlich gegenseitig beschimpften. Hier hätte der Trainer verstärkt eingreifen müssen.
Außerdem halte ich eine Stunde Training für zu viel; da zur Zeit kein eingezäunter Platz vorhanden ist, wo die Welpen spielen können.

Mache mich trotzdem weiter schlau zum Thema Hundeerziehung, da mir mit Maya einiges durchgegangen ist. Gründe habe ich alle gefunden, nur frage ich mich, wie hätte ich es vielleicht etwas besser machen können.
Mir ist ein interessantes Buch in die Hände gefallen von Jan Fennell - Mit Hunden sprechen. Sie beschreibt aus eigener trauriger Erfahrung wie sie lernte, mit Blick auf Instinkte und Rollenverhalten der Hunde mit ihnen zu kommunizieren.
Auch die Bücher von Eberhard Trumler werde ich mal wieder lesen.

Ohne Maya ist alles ein bisschen traurig, aber da ich Hunde liebe, beschäftige ich mich halt.

Schöne Grüße von
Vera mit Maya, tief in meinem Herzen
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Beitragvon martinav » Mo Apr 28, 2008 8:24 pm

Ich kann da noch das Buch "Das andere Ende der Leine" empfehlen, näheres hier.
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Beitragvon JKA » Di Apr 29, 2008 9:45 am

Zu einer Welpenschule war ich noch nicht, da ich immer nur erwachsene Hunde hatte (bißchen übertrieben, ist jetzt mein Zweiter). Mit dem Thema Hundeschule habe ich auch sehr "differenzierte" Erfahrungen, habe ich hier ja auch mal geschrieben.
Mein Titus reagiert draußen leider auch nicht auf Leckerlies und meine Erfahrung ist, das man einfach noch mehr Geduld braucht. So haben wir schonmal fast ein dreiviertel Jahr damit zugebracht, dass ich überhaupt seine Aufmerksamkeit bekam. Ist das mal geschafft (vielleicht auch unter Einsatz eines Spielzeugs), kommt man dann viel besser mit den Erziehungsübungen zurecht. Erstmal muß aber die Bindung entstehen (soviel mal zu "Hund empfindet nichts"), dann klappt das auch besser. Am Anfang steht man (und der "Hundetrainer" :roll: ) ziemlich doof da, wenn der Hund nicht auf Leckerchen reagiert. Da wird dann die Geduld auf eine Harte Probe gestellt, weil man einfach kein Erfolgserlebnis hat. Viele schieben dann so einen Hund einfach wieder ab oder greifen zu Zwang.
Bis man auf der Bindung aufbauen kann, kann das schon mal ein Jahr oder länger dauern. Und in der Zwischenzeit geht es nur millimeterweise voran.

Gruss
Titus und JKA (und unvergessen - SINUS)
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Beitragvon Dagmar » Di Apr 29, 2008 11:00 am

So jetzt muß ich hier doch auch nochmal meinen Senf als Trainer dazugeben :twisted:

Tschuldigung, wenn ich das so krass sage, aber das ist auch mit ein Grund, weshalb ich zu keiner "Hundeschule" mehr gehe.
Hunde verstehen mehr, als Hundetrainer denken und Hunde fühlen auch mehr, als Hundetrainer meinen!


Das Wort Hundetrainer könnte man auch durch das Wort Hundebesitzer austauschen!

Ich tue es nur nicht, weil ich Verallgemeinerungen hasse!!! Wer hier vielleicht schon mitgelesen hat, hat auch gelesen, das ich nicht mit jedem Trainer einverstanden bin, aber es gibt genügend Hundebesitzer, denen würde ein Stofftier besser zur Seite passen als ein lebender Hund. Da wird an dem armen Tier rumgezerrt und es angebrüllt, weil es nicht macht, was der Besitzer will und nur weil der Besitzer es ihm nicht mitteilt. Sagt man dem Besitzer warum wieso was nicht geht und das man es besser so oder so machen sollte, dann wird man als Trainer angefeindet, man hat keine Ahnung und ist unfähig. Bei solchen Besitzern kann selbst der fähigste Trainer sich den Mund fusselig reden, man bleibt doch immer schuld, weil diese Leute per se niemals schuld sind. Und das schlimmste dabei ist für mich, daß genau diese Leute ihre armen Hunde daheim noch mehr drangsalieren und man kann nix dagegen machen. So manches Mal hätte ich die armen Hundis am liebsten den "Besitzern" abgenommen. Meistens kommen diese Leute nach kurzer Zeit nicht mehr. Man hört hintenrum, wie sie über einen lästern und irgendwann ist das arme Hundi weg oder für immer gestört. :-(


Jürgen du machst das ganz klasse und genau richtig. Ich hatte auch mal einen Jungen bei mir im Training, dessen Hund nahm weder Leckerlis, noch Spielzeug oder Streicheleinheiten usw. usf. Es war ein spanischer Senfhund, der eben all das nicht kannte. Der Junge war anfangs etwas traurig, daß sein Hund halt nicht so schnell lernt, wie die anderen. Aber ich hab ihn unterstützt Geduld zu haben und daheim in Ruhe immer wieder kurze Übungen mit ihm zu machen und vieles für die Bindung zwischen Mensch und Hund zu tun. Irgendwann klappte dann nach und nach die eine oder andere Übung. Es war so schön zu sehen, wie der Junge sich um seinen Hund bemühte und wenn dann mal wieder was klappte, das es all die anderen Besitzer, die immer nur am meckern waren, verdrängte. In solchen Momenten wußte ich dann, warum ich trotzdem noch Trainer bin. Eben wegen solcher Erfolgserlebnisse.


Für mich als Trainer war es wichtig, das das Paar Hund/Mensch erstmal eine Beziehung zueinander aufbaut. Denn wenn die nicht vorhanden ist, wird es sehr schwer, dem Hund was beizubringen. Bei den meisten Hunden ist es eigentlich kein Thema Interesse zu wecken, ganz egal ob es über Stimme, Streicheln, Spielzeug oder Futter ist (auch der Clicker ist nix anderes, da er nur die eigentliche Belohnung auf später verschiebt, die ganz genauso alle Belohnungen beinhalten kann). Bei den wenigen Hunden wo es nicht so einfach klappt, muß man sehr viel Geduld haben wie Jürgen und irgendwann klappts auch da. Viel schwieriger ist es, den Besitzer beizubringen, ständig mit dem Hund Kontakt zu halten und seine Aufmerksamkeit zu erreichen. Aber die Besitzer quatschen teilweise lieber miteinander als mit ihren Hunden :-(

Leider kommt noch hinzu, daß viele sich nicht überlegen, was für eine Rasse sie sich holen und was sie machen wollen. Da wird viel übers Aussehen nachgedacht, aber nicht über die Eigenschaften des Hundes. Ich kann nicht erwarten, wenn ich mir eine Bordeauxdogge oder einen Berner hole, daß er in kürzester Zeit perfekt hört. Oder aber ich hole mir einen Hütehund oder Schäferhund und beschäftige mich nur mäßig mit ihm. Jede Rasse hat ihre Eigenarten und Auffassungszeiten, deren ich mir bewußt sein sollte, bevor ich mich für einen Hund entscheide und dann sollte ich noch wissen, was ich von einem Hund erwarte und mit ihm unternehmen möchte. Danach kann ich mir dann die entsprechenden Rassen raussuchen.


Sorry Vera, daß ich mal wieder dein Thread vollgespamt habe. Aber nach solchen verallgemeinerten negativen Statesments gegenüber den Trainern mußte ich einfach meinen Senf dazugeben.
Lieben Gruß & Wuff
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Beitragvon Vera99 » Di Apr 29, 2008 1:40 pm

Ich habe auch schon über die Rolle des Trainers vor allem beim letzten Welpentreffen nachgedacht. Die Situation mit dem jungen Retriever war sehr schwierig, hätte der Trainer vielleicht mehr gesagt, wären die Leute total verärgert gewesen und vielleicht nicht mehr wieder gekommen. Mir tat aber der Welpe leid. Er konnte nichts dazu. Was mich aber zum Schluss noch ärgerte war, dass der Mann sich den Kleinen versteckt vorknöpfte und Übungen mit ihm machen wollte und das recht aggressiv. Vielleicht hätte ich hingehen sollen.
Geduld ist sehr wichtig beim Lernen, da gebe ich Euch Recht und die Fortschritte kommen dann manchmal nur sehr langsam.
Meiner Meinung unterscheiden sich die Hunde gleicher Rassen aber auch noch einmal voneinander, so gibt es gelassene, ausgeglichene, temperamentvolle, ängstliche....
Werde mir jetzt noch einmal eine andere Hundeschule anschauen und weitere Erfahrungen sammeln. Als Beobachter ist ja alles sehr einfach, da würde man vieles besser machen, aber mit Hund sieht das dann alles wesentlich schwieriger aus.

Danke für Eure Beiträge!
Alles Liebe von
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Beitragvon Dagmar » Di Apr 29, 2008 2:36 pm

Es ist immer ganz gut Vera, wenn solchen Leuten wie diesem Mann von anderen Kursteilnehmern gesagt wird, daß er zu grob ist oder zu ungeduldig usw. ist. Wenigstens bei manchen hilft es, wenn es nicht nur der Trainer sagt.

Ja Vera, auch Hunde gleicher Rassen unterscheiden sich nochmal. Aber wenn ich nur einen Begleiter und Kumpel möchte, mit dem ich keinerlei sportliche Dinge (egal ob Hundesport, Reitbegleithund, hüten usw.) machen möchte, werde ich mir keinen Border Collie oder dergleichen aussuchen. Umgedreht würde ich mir jetzt nicht grad nen Neufundländer zulegen, wenn ich Agility oder Hüten machen möchte. Genausowenig sollte ich mir ein JackRussellTerrier holen, nur weil er so klein und niedlich ist. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Von 10 Leuten machen sich wirklich nur zwei oder drei Gedanken vorher, was für einen Hund sie haben möchten, wieso und weshalb usw. usf.

Kleine Anekdote mal von mir :mrgreen:

Eines Tages erschien auf dem Platz eine junge Frau um nach der Welpenstunde zu fragen. Sie war schickimicki angezogen, aber da sie ohne Hund da war, dachte ich mir noch nicht allzuviel dabei. Ich erzählte ihr, wann die Stunde ist und was wir machen usw. Sie wollte dann mit ihrem Hundi kommen. Nächste Welpenstunde kam also besagte junge Frau mit ihrem Hundi. Einem schokobraunen Labbi passend zu ihrem Outfit :shock: Ja sie war wieder gut angezogen und erzählte sie käme grad zuvor vom Dienst, sie wäre Stewardess..... okeeeee .... um es vorweg zu nehmen.... sie kam immer angezogen an, als wollte sie zum shoppen oder ausgehen, aber nicht auf den Hundeplatz :mrgreen: Wenn ihr Mann kam, wars nicht groß anders, da er denselben Beruf ausübte. Na gut.... es sind ihre Klamotten dachte ich mir, die müssen wissen, ob sie dreckig werden sollen. Dieser schokobraune Labbibub war aber ein ganz knuffiges Hundi und stellte sich ganz gut an, trotz dieser Besitzer. Nicht wegen der Klamotten sag ich das..... nö aber die waren nur das Aushängeschild für das, wie sie sich sonst auch gaben. Labbi hatte den tollen Namen "Herr Goethe" ..... ja ihr habt richtig gelesen :zwinker: Und einem Herrn Goethe sagt man nicht einfach nur Sitz oder Platz oder was auch immer..... nein das geht so: Herr Goethe komm mal bitte her..... Herr Goethe du möchtest bitte mal herkommen..... Hallo Herr Goethe ich rede mit dir...... usw. usf. Alles erklären, daß man mit kurzen Worten zumindestens nur die wichtigen Befehle sagen sollte, wurde entweder gleich übergangen oder spätestens dann, wenn ich mich dem nächsten Hundebesitzer zu gewandt habe. Die Klamotten blieben komischerweise meistens sauber.... naja er bekam ja auch gesagt: Herr Goethe du darfst aber nicht hochspringen, sonst wird die Hose dreckig. Labbi lernte trotzallem mit der Zeit Sitz usw. ... naja wahrscheinlich mehr aus der Bewegung mit dem Leckerchen heraus, wie es gegeben wurde, das er Sitz machen soll, als über die langen Sätze, mit denen er vollgetextet wurde. Als er allerdings ins Erwachsenenalter und damit in die Flegeljahre kam, klappte nix mehr so richtig. Das andere Geschlecht war für ihn wichtiger wie alle noch so feinen Texte oder Leckerchens, die Frauli für ihn hatte. Naja und eines Tages erschienen sie nicht mehr.... weiß leider nicht, was aus Herrn Goethe geworden ist.
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Beitragvon Vera99 » Di Apr 29, 2008 8:53 pm

Lustige Anekdote von Herrn Goethe. Ob er noch bei den Besitzern ist, ist die große Frage.
Vielen Dank übrigens für die Buchtipps, werde mich mal weiter schlau machen.

Hier noch eine kleine Geschichte von Maya in der Hundeschule.
Maya sollte lernen, kein Fressen vom Boden aufzunehmen. Es wurden wohlriechende Würstchenstücke ausgelegt. Als wir an die Reihe kamen benahm sich Maya absolut erstklassig. Sie ging bei Fuß an lockerer Leine durch den Würstchenpacours, schnupperte nicht dran und setzte sich brav nach dieser Runde. Ich war sehr stolz auf meine Maya, so ein kluges Mädchen, weiß sie doch sofort was sie soll. Großes Lob folgte.
Nun kam die Wiederholung. Ich war jetzt ganz sicher, Maya hat kein Interesse an den Würstchen. Ja und dann kam's dicke. Maya setzte ihre ganze Kraft ein, um die Würstchen in Windeseile aufzufressen. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, ich flog hinterher und holte ihr zuletzt noch zwei Stücke aus dem Maul. Sehr zur Belustigung aller. Der Trainer schenkte ihr dann noch ein Würstchen für die gelungene Vorstellung.

Maya machte das ein anderes Mal wieder im gleichen Stil.
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Beitragvon nunni » Di Apr 29, 2008 9:40 pm

Ich habe Euch gerade bildlich vor mir gesehen...köstlich :lol: . Kein Wunder, daß Ihr die Lacher auf Eurer Seite hattet...und hauptsache, Maya hat es geschmeckt!!!
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Beitragvon 99cane99 » Mi Apr 30, 2008 5:48 am

Ähm erstmal vorweg, wir werden das Thema heute oder morgen noch trennen, doch jetzt hab ich grad keine Zeit mehr dazu.

Ja zum Thema Hundeschule kann ich auch viel berichten. Was ich bei unserer Huschu super fand, die Bindung wurde immer wieder geübt und trainiert. Was bei meiner Luna immer super geklappt hat - aber Boxer haben einen Sturkopf, das ist einfach so (aber wir wollten es ja so :zwinker: ) und wenn Luna nicht mag, dann mag sie nicht - Ende, keine Diskussion. Unsere Trainerin hat mich immer bewundert wieviel Geduld ich habe, denn teilweise hat sie in den Stunden gar nichts gemacht, außer den Kasper, den aber richtig :mrgreen: - aber sie kann ihre Sachen, natürlich kann es schon mal sein, dass ich mit der Stimme strenger werden muß, dann klappt auch alles auch wenn sie grad mal nicht will. Ich kann mich zu 99% auf Luna verlassen und sie auf uns und das ist das wichtigste.

Aber wir haben auch so "nette" Mitschüler gehabt, die arme Trainerin hat sich den Mund fusselig geredet - nein das machen sie nicht mit Hündchen, ich trage Hündchen lieber usw. die armen Hund.
Was aber super war, es war auch eine Rehpinscherhündin in unserer Gruppe und ich kann nur sagen, Hut ab, die hat alles 1000x besser gemacht als unsere großen, sogar Fährte usw. - die war einfach toll und die Besitzer haben sie auch nicht verhätschelt, wenn Ihr wisst was ich meine.
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Beitragvon 99cane99 » Mi Apr 30, 2008 6:05 am

Hallo Ihr Lieben,

hab das hier von Mayas Tread geteilt, in Absprache mit Vera.
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Beitragvon Dagmar » Mi Apr 30, 2008 7:28 am

Danke Petra.... ja so passts besser ;-)

Ja ich weiß was du mit dem Rehpinscher meinst. So was in der Art hatte ich auch mal bei mir in der Begleithundestunde, und zwar einen Zwergdackel, der hat echt super gehört und alles so toll gemacht, das er manchmal den Leuten in der Junghundestunde es vorführen durfte so als lebendiges Beispiel, immer wenn ich den Eindruck hatte, ich rede Suaheli und die Leute verstehen teilweise nicht, was man sagt :mrgreen: Das es dieser kleine Dackel so toll machte, hat sie bestimmt mehr beeindruckt, wie wenn ich das mit einem Schäferhund zeigen hätte lassen. Sie waren danach auch viel mehr bei der Sache und versuchten zumindestens sich mehr mit dem Hundi abzugeben :D

Oder eine zierliche kleine Frau von höchstens 50kg, die mit einem Rottirüden bei mir in der Welpenstunde anfing. Der Rotti wurde zu einem richtigen großen Prachtburschen, der irgendwann sein Frauli im Gewicht überholt hatte. Viele prophezeiten, daß sie ihm irgendwann nicht mehr Herr werden könnte, aber wir haben die anderen eines besseren belehrt. Sie lernte mit ihm, auch daheim, das merkte man in den Stunden und kam ganz gut zurecht. Ok wenn er mal kurz wohin wollte, konnte es schon sein, das sie zwei Schritte unfreiwillig hinterher machte, aber dann hatte sie schon wieder seine Aufmerksamkeit und dann klappte es wieder super.


Da ich ja alle Stunden von der Welpenstunde über die Junghundestunde bis zur Begleithundestunde gemacht habe, konnte ich schön die Fortschritte mitverfolgen oder eben die Mißerfolge. Die, die sich wirklich um ihr Hundi bemühten, machten alle Kurse mit und es klappte wunderbar, andere gaben teilweise schon in der Welpenstunde auf bzw. spätestens in der Junghundestunde. Teilweise hörte man über andere Hundebesitzer, daß sie den Hund nicht mehr hatten, oder aber das den Hund nie von der Leine lassen konnten usw. usf.
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Beitragvon Vera99 » Do Mai 01, 2008 7:41 am

Ich war neulich in der Welpenschule auch begeistert von einem winzigen Chihuahua. Frauchen und Hund machten ihre Sache wirklich recht gut. Wenn die Kleinen ihre Aufgaben so gut meistern, fällt das irgendwie noch mehr ins Auge, stimmt Dagmar.
Aber so ganz im Allgemeinen würde ich immer wieder mit einem Hund zur Hundeschule gehen. Lernen kann man immer etwas und gemeinsam unter Anleitung macht es auch immer Spaß.
Außerdem neige ich dazu, ein Hundi sehr zu verwöhnen und zu betüteln und da ist es immer gut, wenn jemand mal ein Auge drauf wirft.
Bisher habe ich bei jedem meiner Hunde Erfahrungen sammeln können und immerhin hörten sie so weit, dass ich und andere gut zurecht kamen. Da ich mich nicht immer nur alleine um einen Hund kümmern kann, muss er auch mal mit anderen lieben Menschen klar kommen und das setzt einfach Grundgehorsam voraus.
Morgen fahre ich zur großen Hundeausstellung nach Dortmund. Mal schauen....

Einen schönen Feiertag wünschen
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Beitragvon Tina » Fr Mai 02, 2008 11:57 pm

Ja, es gibt schon selstsame Hundeschulen. Das Schlimme daran ist, daß meist die frischgebackenen Hundebesitzer es nicht unterscheiden können. denen kann man den größten Mist erzählen und sie glauben das.

Ja, das mit dem Belohnen und Motivieren ist auch so eine Sache. hab ja auch schon mal Unterricht gegeben, es war ähnlich, wie Dagmar vor einigen Posts geschrieben hat. Die wenigsten haben ein Gespür für die richtige Zeit, es verstreichen wertvolle Sekunden und es wird, wenn überhaupt, ein Verhalten belohnt, das nach dem zuvor gewünschten gezeigt wird.

Mit Strafen klappt es seltsamerweise meist sofort :evil:

Leider kann sich ja heutzutage jeder Trainer nennen, bin ja gespannt, ob sich das jemal ändert.
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