Krebsverbreitung und Stress

Betrifft nicht nur Krebs

Moderator: Rudelangehörige

Krebsverbreitung und Stress

Beitragvon Daggy und Mora » Mi Aug 23, 2006 9:00 pm

Hallo,
ohne Worte :heart: :

Das Nervensystem beeinflusst Metastasenbildung


Biowissenschaftler der Universität Witten/Herdecke finden auf molekularer Ebene Zusammenhänge zwischen Krebsverbreitung und Streß
Die Wissenschaft weiß es seit Jahren: Bei Krebserkrankungen ist in 95 Prozent aller Fälle nicht der Primärtumor tödlich, sondern die Metastasenbildung, die ab einem bestimmten Zeitpunkt einsetzt. Bisher waren Wissenschaftler häufig davon ausgegangen, dass diese Metastasenbildung sich mehr oder weniger zufällig vollzieht.

Forschungen der Fakultät für Biowissenschaft der Universität Witten/Herdecke (Arbeitsgruppe von Dr. Frank Entschladen) haben nun eine interessante Entdeckung gemacht. In Versuchen konnten sie nachweisen, dass die Metastasenbildung keineswegs ungesteuert und zufällig
abläuft, sondern nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Forschungen mit Hilfe einer so genannten Chemotaxiskammer liefern eine Erklärung dafür, warum die schleichende und oft tödliche Metastasierung des Körpers je nach Art und Lage des Primärtumors vorhersehbar ist.

Offenbar weisen so genannte Neurotransmitter den migrierenden Krebszellen den Weg: "Nach unseren Erkenntnissen werden die Krebszellen nicht zufällig im Körper verschwemmt, sondern durch Neurotransmitter gezielt an bestimmte Stellen gelockt", sagt Dr. Frank Entschladen.
Neurotransmitter werden vom Nervensystem freigesetzt. Je nach Art können sie einen hemmenden oder einen stimulierenden Einfluss auf die Verbreitung von Krebszellen im Körper haben.

Die Verbreitung von hemmenden oder stimulierenden Neurotransmittern im Körper hängt auch maßgeblich von psychosozialen Einflüssen ab. Streß erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Metastasierung fördernden Neurotransmitter durchsetzen und damit die Verbreitung des
Krebses beschleunigen. "Damit konnten wir eine im Prinzip alte Beobachtung erstmals auf molekularer Ebene bestätigen", freut sich Entschladen: "Negative psychosoziale Einflüsse können die Verbreitungsgeschwindigkeit des Krebses im Körper unterstützen."

Aus diesen Erkenntnissen leiten die Wittener Wissenschaftler die Hoffnung ab, in Zukunft über bestimmte Medikamente gezielt solche Neurotransmitter-Effekte stärken zu können, die die Verbreitung von Krebszellen im Körper von vornherein blockiert oder zumindest verlangsamt. Der so genannten Gamma-Aminobuttersäure wird z.B. eine solch hemmende Wirkung zugeschrieben.
Bei einer zusammen mit der Universität in Palermo vom 24. bis zum 31. Oktober in Sizilien geplanten "International School oft Medical Science" will das Institut für Immunologie der Universität Witten/Herdecke diesen Phänomenen noch weiter auf den Grund gehen. Das Thema der Veranstaltung: "Signal Transduction and Communication of Cancer Cells."

Die Tagung richtet sich vor allem an Nachwuchsforscher, denen die Wittener "Informationen aus erster Hand vermitteln wollen", so Entschladen.


Quelle: http://www.medizin-aspekte.de/index.htm ... system.htm

Liebe Grüsse, Daggy und Mora
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Beitragvon hansi » Do Aug 24, 2006 8:08 am

Deswegen benötigen gerade Krebspatienten absolute Ruhe, aber natürlich auch geistige Aufgaben!
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Beitragvon martinav » Do Aug 24, 2006 10:48 am

Ruhe vor negativem Stress....alles andere, was Spaß macht, ist erlaubt.
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Beitragvon hansi » Do Aug 24, 2006 7:25 pm

Geistige Aufgaben sind ja Spass für den Hund! Gerade das soll er haben!
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Beitragvon Ronja » Fr Aug 25, 2006 9:41 am

Ist ja letztendlich doch ne bekannte These,
Stress, Kummer, Sorgen etc etc bildet auch beim Menschen eine ideale Basis der verschiedensten Krankheiten oder Symptome.
Ein interessantes Thema
Also...an alle, bleibt gelassen und freut Euch des Lebens
In diesem Sinne
allen ein gutes Wochenende ( kalt ists )..
LG
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Beitragvon chybo » Sa Aug 26, 2006 8:20 am

Ronja hat geschrieben:Also...an alle, bleibt gelassen und freut Euch des Lebens

Nicht immer ganz einfach :roll:
Grüssle

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Re: Krebsverbreitung und Stress

Beitragvon sinus » Mo Nov 22, 2010 9:12 am

Da ist bestimmt was dran. Wir haben unsere Pepper, immer wenn sie wollte, auch mit zu Ausstellungen genommen. Sie hat sich immer benommen als sei sie der Mittelpunkt des ganzen :)
Es war nicht negativ für Pepper, es wurden dann Stress wenn ich sie nicht mitgenommen habe.

LG Betty
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