Remissionsdauer mit Chemotherapie

pro und contra

Moderator: Rudelangehörige

Remissionsdauer mit Chemotherapie

Beitragvon Nicole » Do Jan 10, 2008 7:02 pm

Huhu ihrs,

ständig finde ich Aussagen wie:
Die in der Induktionsphase
gebrauchten Chemotherapeutika sind im neuen Wisconsin-Madison Protokoll zwar etwas potenter,
dafür wird keine Erhaltungstherapie mehr durchgeführt: Falls der Patient in kompletter Remission ist, wird
nach der 25. Woche mit der Chemotherapie aufgehört. Die Resultate sind vielversprechend: Es kann von
einer kompletten Remissionsrate von 93% bei einer medianen Überlebenszeit von 13 Monaten ausgegangen
werden.

z.B. hier <- anklicken

Remission bedeutet in der Medizin das temporäre Nachlassen von Krankheitssymptomen körperlicher bzw. psychischer Natur, jedoch ohne Erreichen der Genesung.

Weiter in der obigen Quelle:
Wenn Prednisolon als alleiniges Mittel gegen das LSA eingesetzt
wird, dann sieht man eine komplette Remission bei zirka
50% der Patienten, mit einer medianen Überlebenszeit von
30 bis 60 Tagen
. Obwohl dieses Resultat verglichen mit der
Überlebenszeit von unbehandelten Patienten nur eine geringe
Verlängerung darstellt, fühlen sich jedoch viele Patienten
deutlich besser.


Das wollte ich nur mal hier festhalten für "Neuankömmlinge", damit sie wissen, was sie von einer Chemo zu erwarten haben, falls der behandelte TA nicht ausreichend aufklärt.

lg
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Beitragvon martinav » Do Jan 10, 2008 9:00 pm

Das sind aber wieder nur Statistiken und ich glaube, eher wenige lassen eine Chemotherapie machen.

Ich würde mal sagen, in jeder gescheiten Klinik wird man darüber aufgeklärt. :zwinker: In Hofheim hatten wir ein sehr langes Gespräch mit Dr. Kessler, u. a. hat er uns sehr genau über die Chemo aufgeklärt und extra betont, dass immer das Wohl des Hundes im Vordergrund steht.
Ziel ist es nicht, die Therapie auf Teufel komm raus durchzuziehen, sondern eine Lebensverlängerung bei guter Qualität.

Damals habe ich sehr viel gelesen und hatte auch einige Kontakte. An einen Dobermann kann ich mich noch erinnern, der nach der 1. Chemo zwei oder drei Jahre in kompletter Remission war.
Ein gutes Beispiel ist auch Penelope, hier aus dem Forum ... und immer bleibt die Hoffnung, auf eine längere Remission.
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Beitragvon Nicole » Do Jan 10, 2008 9:06 pm

Hallo Martina,

martinav hat geschrieben:und immer bleibt die Hoffnung, auf eine längere Remission.


Ja, aber diese Hoffnung kostet eine Stange Geld und nicht jeder TA informiert vorher die Leute ausgiebig.

Ich bin noch zu neu in diesem Forum, um auseinanderzuklamüsern, wer mit welcher Therapie welchen Erfolg hatte.

In zwei Wochen habe ich zwei Wochen frei, da werde ich mir mal notieren, wie es bei den Leuten hier im Forum aussah/aussieht.

Wie schon jemand an anderer Stelle schrieb:
Wir machen unsere eigene Statistik. ;-)

lieben Gruß
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Beitragvon ursula » Do Jan 10, 2008 9:08 pm

Es ist möglich,eigentlich liegt alles drin...das Furchterregende ist,wenn die Krankheit während der Chemo wiederkommt.Wir hatten Aussichten...laut Tierklinik,weil alles so super lief,von mindestens 18 Monaten,dann evtl. eine 2.Therapie.
Am Tag vor der letzten Chemo kam der Krebs zurück und in wenigen Wochen war alles vorbei...aber es ist alles möglich,von der kompletten Heilung bis zum Einbruch.
Wahrscheinlich hab ich es schon oft geschrieben:es war eine verlängerte,sehr gute Zeit.Wäre ich nicht dauernd so voll Angst gewesen,wäre sie noch schöner gewesen...vielleicht hätte es sonst auch länger angehalten,aber man kann so wenig gegen sich selbst tun....
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Beitragvon martinav » Do Jan 10, 2008 9:08 pm

Huch, du bist ja schnell, habe meinen Beitrag gerade noch überarbeitet.

Nicole hat geschrieben:Wir machen unsere eigene Statistik. ;-)


Wenn mich nicht alles täuscht, war ich das. :zwinker:
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Beitragvon Nicole » Do Jan 10, 2008 9:12 pm

martinav hat geschrieben:Huch, du bist ja schnell


Nur, wenn ich gerade im Forum bin, oder das Mailprogramm gut funktioniert. :lol:

Zur Statistik:
Morgen lasse ich bei Lucky eine Feinnadel-Gewebeprobe entnehmen.
Wenn es ein malignes Lymphom ist (was könnte es sonst sein?), dann haben wir ein Jahr OHNE jegliche "schulmedizinische" Behandlung bei sehr guter Lebensqualität geschafft. :D

lg
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Beitragvon ursula » Do Jan 10, 2008 9:16 pm

Das wäre super!Ich wünsch Euch so sehr alles Gute!

Dein Buchtipp von Autor wurster ist heute eingetroffen.Bin gespannt,hab mir damals eine ganze Bibliothek zusammengelesen,zum Teil wohl nicht das Richtige.
Am beten ist wohl,ohne Akutsituation in Ruhe studieren.Danke für den Tip!
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Beitragvon Nicole » Do Jan 10, 2008 9:20 pm

Hallo Ursula,

du hast dir das Buch von Wurster gekauft? :shock:

Liest sich toll, wenn man etwas Ahnung von dem Gebiet hat, weil doch einige Sachverhalte nicht ersichtlich sind, wenn man GAR keine Ahnung von Homöopathie hat.

Aber ich finde es nach wie vor toll, was er erreichen konnte - besonders die Geschichte von der netten alten Dame und dem Hund hat es mir angetan.
Und dabei sieht man dann auch wieder sehr schön, was die "Schulmediziner" mit der alten Frau in ihrem desolaten Zustand noch alles machen wollten und welche Ängste geschürt wurden.

Viel Spaß beim Lesen
Nicole
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Beitragvon ursula » Do Jan 10, 2008 9:26 pm

Habs gekauft..und schon angefangen...und finds faszinierend,werde wohl lesen,bis mir die Augen zufallen....

Ich war in einer Zwittersituation,einerseits aus einer (Human)Medizinerfamilie kommend und andererseits glaube ich an den homöopathischen Weg,nur mit zuwenig Wissen..und jeder meint etwas anderes.

Ich glaube,es ist möglich,aber wo ist die Richtlinie?Irgendwie wüsste ich noch im Nachhinein gerne,ob es eine gant andere Möglichkeit gegeben hätte....
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Beitragvon martinav » Do Jan 10, 2008 9:28 pm

Hallo Nicole,

ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute!

Das meine ich ja, es gibt immer Ausnahmen, schau dir Rudi an, man sollte die Statistiken nicht allzu ernst nehmen. :zwinker:
Ayla wäre der Prognose nach seit fast drei Jahren nicht mehr bei uns.
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Beitragvon Nicole » Do Jan 10, 2008 9:30 pm

ursula hat geschrieben:einerseits aus einer (Human)Medizinerfamilie kommend und andererseits glaube ich an den homöopathischen Weg,nur mit zuwenig Wissen..und jeder meint etwas anderes.


Und ich habe ein Humanmedizinstudium abgebrochen, weil ich es für mich nicht den richtigen Weg fand....... ;-)

Seit dem bin ich auf der Suche nach diversen anderen Möglichkeiten. :?

lg
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Beitragvon nunni » Do Jan 10, 2008 9:52 pm

Es wäre schön, wenn man im Vorfeld alles wüßte. Mein TA hat mir außer Cortison nichts anderes empfohlen. Ich habe erst hier im Forum mehr erfahren, auch über Nebenwirkungen, überhaupt über den Krankheitsverlauf. Als ich mehr Wissen hatte, war es leider für Zito zu spät. Jetzt muß ich mit diesem schlechten Gewissen fertig werden. Zumal ich auch nicht die finanziellen Möglichkeiten gehabt hätte, um teure Behandlungen machen lassen zu können. Ich hätte alles für Zito gegeben, mir war es aber aus diesen Gründen nicht möglich..und das werde ich mir wohl nie verzeihen können.

Was ich aber damit auch sagen wollte ist, hätte ich eine andere Möglichkeit gehabt bzw. Zito anders behandelt, wäre es dann die richtige Entscheidung gewesen? Es gibt leider keine einheitliche, erfolgreiche Behandlung bei dieser (und auch bei anderen) sch... Krankheit. Ich wünsche jedem hier, die richtige Entscheidung zu finden..zum Wohle des Hundes..und natürlich mit positivem Ausgang.
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LG Marita + Zito, einzigartig und unvergessen
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Beitragvon 99cane99 » Fr Jan 11, 2008 6:17 am

Also unsere TÄ hat uns damals gleich in die TK München geschickt und dort wurden wir sehr sehr gut aufgeklärt und informiert, die haben sich richtig Zeit genommen.
Unsere TÄ hat zwar auch viele gewußt, aber sie sagte halt in der TK sind die Profis und das stimmte auch.
Liebe Grüße

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Beitragvon Lisa » Fr Jan 11, 2008 9:20 am

Nicole, ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber ich meine zu glauben, dass das mit der Remission auch in der Humanmedizin verwendet wird und zwar so, (jetzt kommen meine Zwefeln bezüglich der Richtigkeit): dass man in den ersten Jahren von Remission spricht und erst nach guten Jahren von Heilung. Bei manche Krebsarten sind es bis zu 10 Jahren und soweit ich weiss bei LDK in Human nach 5.

Über unsere Remissionszeit kann ich auch nicht klagen. Sie übertraf die Erwartungen und Tests haben ergeben, dass der LDK bis zum Tod von Voodi nicht wieder aufgetreten ist. Zu der damaligen Zeit war die Erhaltungstherapie bei uns eher out, danach ist sie "wieder in Mode gekommen".
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Beitragvon Michaela H. » Fr Jan 11, 2008 7:17 pm

Hi
wenn ihr Infos zu den Remissionszeiten bei den verschiedenen Chemoprotokollen sucht findet ihr einige Infos dazu auch in meiner Facharbeit.

Liebe Grüsse von Finn & Michaela
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